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Wegen der Coronakrise: "Berlin, Berlin" feiert Premiere auf Netflix

Wiedersehen mit Lolle
Eigentlich hätte "Berlin, Berlin" am 19. März Kinopremiere feiern sollen. Coronabedingt startet der Film zur Kultserie nun bei Netflix.

Kinosäle bleiben weiterhin zu. Neustarts müssen auf anderen Plattformen stattfinden. So ergeht es in Zeiten der Coronakrise auch "Berlin, Berlin" - dem Film zur Kultserie, die von 2002 bis 2005 im Ersten lief. Und irgendwie passt das ja sogar zu der charmant-chaotischen Heldin Lolle, die damals wie heute von Felicitas Woll gespielt wird. Damals lief auch schon nicht alles rund. Eigentlich hätte die Komödie am 19. März in die Kinos kommen sollen. Fans dürfen sich nun nach Wochen der Ungewissheit freuen, dass ein neues Zuhause gefunden wurde: "Berlin, Berlin" wird ab 8. Mai beim Streaminganbieter Netflix zu sehen sein.

Wie auch schon Anfang der 2000er-Jahre ist in Lolles Leben vieles schwieriger als gedacht. Und auch jetzt - 15 Jahre nach der letzten Folge - plagt die Großstadtheldin dasselbe Problem: Sie steht zwischen den beiden Männern Sven (Jan Sosniok) und Hart (Matthias Klimsa). Doch das ist nicht alles: Lolle muss Sozialstunden leisten, feiert eine schräge Partynacht, wacht verkatert im Auto im Harz wieder auf und erlebt einen alles verändernden Roadtrip.

"Außergewöhnliche Chance"

Neben namhaften Schauspielern - unter anderem sind auch Christian Tramitz, Armin Rohde, Detlev Buck, Sandra Borgmann und Janina Uhse dabei - verspricht die alte Crew wieder jede Menge Witz: Franziska Meyer Price war schon bei zahlreichen Episoden der Serie als Regisseurin an Bord. Das Drehbuch zum Kinofilm stammt von David und Ben Safier. Der "Mieses Karma"-Autor David Safier zeichnete damals als Headautor der ARD-Produktion verantwortlich und sorgte mit seinen Geschichten dafür, dass "Berlin, Berlin" die erste deutsche Serie war, die 2004 mit dem Internationalen Emmy Award ausgezeichnet wurde.

"Es freut mich sehr, dass Netflix es den zahlreichen Fans der Kultserie 'Berlin, Berlin' ermöglicht, auch den Kinofilm schon so bald sehen zu können", lässt sich Martin Moszkowicz, Vorstandsvorsitzender von Constantin Film, in der Pressemitteilung zitieren. "Herzlichen Dank auch an unsere Partner bei Studio Hamburg und der Degeto."

Auch Michael Lehmann, Produzent und Vorsitzender Geschäftsführer der Studio Hamburg Production Group, zeigt sich nach turbulenten Wochen erleichtert: "Wir freuen uns sehr, dass Netflix den 'Berlin, Berlin'-Film nun präsentieren wird. Das ist eine außergewöhnliche Chance in diesen Zeiten und wir sind insbesondere unseren Förder-Partnern, der ARD Degeto sowie der Constantin Film dankbar, dass dies überhaupt möglich ist."

Neben dem Film hat sich Netflix zudem die Rechte an den insgesamt 86 Folgen der ARD-Vorabendserie gesichert, die dort ebenfalls ab 8. Mai zu sehen sein werden.