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Trauer um italienischen Schauspielstar Valentina Cortese

Sie wurde 96
Valentina Cortese ist tot. Die italienische Schauspielerin wurde 1973 für einen Oscar nominiert.

Sie stand fünf Jahrzehnte vor der Kamera, spielte in Dutzenden Filmen und schaffte etwas, was kaum einer anderen gelang - sie holte sich 1973 eine Nominierung als beste Nebendarstellerin in einem fremdsprachigen Film. Nun ist die italienische Schauspielerin Valentina Cortese im Alter von 96 Jahren gestorben. Das berichtet unter anderem das US-Branchenmagazin "Variety".

Valentina Cortese kam 1923 in Mailand zur Welt und stand schon in jungen Jahren erstmals vor der Kamera: 1942 spielte sie im italienischen Western "Karawane" eine Hauptrolle. Ihr Auftritt in Roberto Rossellinis neorealistischem Meisterwerk "Rom, offene Stadt" (1945) führte sie bald nach Hollywood, wo sie unter anderem in Joseph L. Mankiewicz' "Die barfüßige Gräfin" (1954) an der Seite von Humphrey Bogart und Ava Gardner vor der Kamera stand. Ein Jahr später, zurück in Italien, war sie in "Die Freundinnen" von Michelangelo Antonioni zu sehen. Es folgten meist kleinere Rollen, in denen Cortese oft eindimensionale Frauentypen spielte. In den 60-ern nahm Cortese nur wenige Rollen an, etwa in Federico Fellinis "Julia und die Geister" (1965), und stand häufiger auf der Bühne - unter anderem unter der Regie von Luchino Visconti.

Ihre vielleicht bekannteste Rolle spielte Valentina Cortese 1973 in "Die amerikanische Nacht" von François Truffaut. Für ihren Auftritt als Schauspielerin Séverine wurde sie mit einer Oscarnominierung bedacht.

Als Cortese 1951 in den USA den Noir-Film "The House on Telegraph Hill" drehte, lernte sie den Schauspieler Richard Basehart (1914-1984) kennen, den sie im selben Jahre heiratete. Aus der Ehe, die neun Jahre später geschieden wurde, ging ein Sohn hervor.