30.11.2025 von SWYRL
"Ständige Empfindlichkeit führt nur zu Gejammer und Waschlappentum", findet Henning Baum. In einem Interview anlässlich der neuen Staffel von "Der letzte Bulle" spricht der Schauspieler unter anderem darüber, was Männlichkeit für ihn bedeutet.
Henning Baum meldete sich als Mick Brisgau in der Kultserie "Der letzte Bulle" (seit Ende Oktober, Prime Video, und wöchentlich seit 24. November, montags, 20.15 Uhr, SAT.1/Joyn) zurück. Elf Jahre nach dem letzten Einsatz ist der 53-Jährige wieder in der Rolle zu sehen, die ihn berühmt machte. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau sprach der Schauspielstar über ein Thema, das kaum besser zu seiner Rolle als Mick passen könnte: Männlichkeit.
"Gerade in der aktuellen Diversitätsdebatte muss jeder stärker darauf achten, was er oder sie sagt - noch mehr als vor 15 Jahren", sagt Baum im Interview. Doch der gebürtige Essener findet klare Worte dazu: "Jeder Mann sollte sich auch eine gesunde Robustheit zulegen", betont der Schauspieler. "Ohne die kommt man im Miteinander nicht klar."
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"Ständige Empfindlichkeit führt nur zu Gejammer und Waschlappentum"
Seit 2010 verkörpert Henning Baum den kernigen Polizisten Mick Brisgau. Eine Figur, die längst zum Sinnbild für klassische Männlichkeit geworden ist. Und auch privat hält der Schauspieler nichts von übertriebener Sensibilität: "Freundlichkeit ist wichtig", sagt er, "aber ständige Empfindlichkeit führt nur zu Gejammer und Waschlappentum - das kann's ja nicht sein."
Wie viel Mick in Henning steckt? "Ausreichend. Ausreichend, um sich als Mann in der heutigen Gesellschaft behaupten zu können. Noch funktioniert das ganz gut ...", so der Schauspieler im Interview.
"Männlichkeit ist kein Problem"
Doch was bedeutet Männlichkeit für ihn wirklich? "Für mich bedeutet sie Verantwortung, Selbstdisziplin, Willenskraft - und auch die Fähigkeit, den eigenen Willen mal zurückzustellen. Ein Mann soll nicht willenlos sein, aber wissen, wann und wofür er einsteht", verrät Baum im Gespräch. Das Fundament dafür: klare Werte. Es brauche "ein klares Wertegerüst, getragen von universellen Werten wie Nächstenliebe und Schutz für sich und andere". Baum: "Männlichkeit ist kein Problem. Sie birgt einen Schatz, genau wie Weiblichkeit. Sie mit Begriffen wie 'toxisch' zu verbinden, ist einfach falsch."
Und eines stellt Baum klar: "Wenn wir Männlichkeit mit dem Begriff 'toxisch' verknüpfen, bleibt Männlichkeit als Begriff bestehen - nur eben kontaminiert." Wer sich danebenbenimmt, soll dafür gerade stehen, egal ob Mann oder Frau.



