05.02.2026 von SWYRL/Gianluca Reucher
Ein Ingenieur hat eine Website vorgestellt, die Menschen für KI-Agenten arbeiten lässt. Wer sich anmeldet, kann Geld verdienen, in dem er Aufgaben in der realen Welt erfüllt, für die es einen menschlichen Körper braucht.
Immer mehr kommt Künstliche Intelligenz zum Einsatz, um für Menschen alle möglichen Aufgaben zu erledigen. Sie kann inzwischen längst nicht mehr nur recherchieren, schreiben sowie Fotos und Videos generieren, sondern auch teilweise komplexe Arbeiten für die Nutzerinnen und Nutzer verrichten. Was aber, wenn sich dieses Prinzip plötzlich umkehrt? Die Plattform rentahuman.ai lässt nicht die KI für Menschen, sondern Menschen für die KI arbeiten. Dabei geht es um Aufgaben, für die ein Körper in der realen Welt benötigt wird.
Passend dazu wirbt die Website mit dem Slogan: "Roboter brauchen deinen Körper". Sie wurde von einem Ingenieur bei Uma Protocol und Across Protocol entwickelt, der unter dem Pseudonym Alex aufritt und das Projekt am Montag bei X (ehemals Twitter) vorgestellt hat. Seitdem sollen sich bereits knapp 26.000 Menschen registriert haben - wobei Alex einräumt, dass er noch prüfen müsse, ob darunter auch Duplikate oder betrügerische Profile enthalten sind. Er arbeite noch daran, die Verifizierungsprobleme zu lösen.
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Diese Arbeiten sollen Menschen für die KI verrichten
Auf rentahuman.ai werden Menschen von KI-Agenten bezahlt, um Aufgaben zu erledigen, die physische Präsenz oder menschliche Interaktion erfordern. Das können beispielsweise Botengänge sein, eine Teilnahme an einem Geschäftstreffen, das Anfertigen von Fotos, das Unterschreiben von Dokumenten oder auch das Einkaufen in physischen Läden. Wie Alex erklärt, können die KI-Agenten Menschen über einen einzigen MCP-Aufruf anheuern. Unter den schon angemeldeten Arbeitskräften sollen sich seinen Angaben nach bereits ein OnlyFans-Model und ein KI-Start-up-CEO befinden.
Einen Kryptowährungs-Token soll es auf der Plattform nicht geben. Alex stellt dazu im Crosschain-Podcast von Across Protocol klar: "Es gibt keinen Token, das interessiert mich einfach nicht. Das wäre viel zu stressig, und außerdem möchte ich nicht, dass eine Menge Leute ihr Geld verlieren."


