06.02.2026 von SWYRL
Für einen Sketch des Magazins "Extra 3" hatte Kabarettist Maximilian Schafroth versucht, in Grönland die US-amerikanische Flagge zu hissen - und dafür ein Bußgeld kassiert. In der Satiresendung war der entsprechende Beitrag nun jedoch nicht zu sehen.
"Sie haben es vielleicht mitbekommen: Wir haben in der vergangenen Woche einen mittelgroßen Skandal ausgelöst", sagte Christian Ehring am Donnerstagabend im Satiremagazin "extra 3". Im Januar war Maximilian Schafroth für einen Sketch nach Grönland gereist. Wie ein in den sozialen Medien kursierendes Video zeigte, hatte der Kabarettist versucht, vor dem Kulturzentrum in Nuuk die US-amerikanische Flagge zu hissen. Die Idee ging nach hinten los: Wie der NDR kurz darauf in einer Stellungnahme bestätigte, wurde für die Aktion ein Bußgeld verhängt.
In der Sendung selbst erklärte Moderator Christian Ehring nun den Hintergrund des Sketches. Demnach hätte Schafroth "in der Rolle eines arroganten Amerikaners" die Grönländer überzeugen wollen, "amerikanisch zu werden". Man habe sich jedoch entschlossen, den Film nicht zu senden. Das Produktionsteam hätte auf das Hissen der Flagge "verzichten sollen", räumte Ehring ein. "Es gab zu Recht Proteste in dieser Situation."
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"Das hütet einen nicht vor einem Missverständnis"
Auch Schafroth äußerte sich in der Sendung zu dem Eklat: "Ich habe ja selber gemerkt, dass wir uns da vergriffen haben in dem Moment." Nichtsdestotrotz halte er an der "Grundidee" des Sketches fest, das "breitbeinige und demokratieschädliche" Auftreten der USA zu kritisieren. Man habe "einfach den falschen Ausdruck gefunden".
Zwischenzeitlich habe es gar den Anschein gemacht, als sei Schafroth "nach Donald Trump der unbeliebteste Mensch überhaupt in Grönland", warf Christian Ehring ein und erklärte: "Wir haben den Fehler gemacht, dass wir eine Insel, die einer aktuen Bedrohung ausgesetzt ist, als Kulisse genutzt haben für unsere Kritik an den USA." Es sei nie das Ziel des Produktionsteams gewesen, die Menschen in Grönland "mit einer sinnlosen Aktion zu verletzen".
Wie Schafroth bestätigte, seien die Wogen inzwischen wieder geglättet. "Wir machen uns da schon Gedanken, aber das hütet einen nicht vor einem Missverständnis", betonte er. "Und dafür: Entschuldigung."



