03.02.2026 von SWYRL
Heidi Reichinnek gehört zu den deutschen Politikerinnen mit der größten Reichweite auf Social Media. Mit rund 880.000 Followern liegt sie damit auch vor Markus Söder. Was sie von dessen Beiträgen hält und was der CSU-Chef von ihr noch "lernen" könne, hat sie im Interview mit Antenne Bayern erklärt.
Instagram ist schon lange nicht mehr nur eine wichtige Plattform für Promis und Influencer, auch viele Politiker und Politikerinnen teilen auf der Social-Media-Plattform regelmäßig Beiträge. Zu den bekanntesten dürfte hierzulande der bayerische Ministerpräsident Markus Söder gehören, der unter dem Hashtag "Söder isst" regelmäßig mit Essens-Fotos für Aufsehen bei seinen rund 790.000 Followern sorgt. Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek hat auf Instagram mit rund 880.000 Followern sogar eine noch größere Reichweite - mit den Inhalten des CSU-Chefs kann sie allerdings wenig anfangen und findet: "Söder kann auf jeden Fall noch ein bisschen was von mir lernen."
Das stellte Reichinnek nun im Interview mit dem Radiosender Antenne Bayern klar. Denn die Inhalte der Politikerin unterschieden sich ihrer Meinung nach inhaltlich und qualitativ deutlich von denen des Ministerpräsidenten: "Ich mache inhaltlich qualitativ hochwertige Videos - und Markus Söder isst", betont sie und führt aus: "Das mag jedem selbst überlassen sein, aber ich persönlich finde, es wäre schon ganz schön, wenn man vielleicht auch mal auf die Sorgen und Nöte der Menschen eingehen würde, vielleicht auch mal konkrete Punkte benennt, was man verbessern will. Und da kann er auf jeden Fall noch ein bisschen was von mir lernen."
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Heidi Reichinnek poltert gegen CSU und Freie Wähler: "Das ist der falsche Weg!"
Ähnlich deutliche Worte findet die Linken-Politikerin, als es um Söders jüngsten Vorschlag geht, dass alle in Deutschland eine Stunde pro Woche mehr arbeiten sollten: "Ihm würde das definitiv nicht schaden, dem Land Bayern wahrscheinlich schon, weil dann kann er ja noch mehr anrichten", erklärt sie im Gespräch mit dem Radiosender. Sie empfinde den Vorschlag als "absolut vermessen".
So gebe es hierzulande Menschen, die bereits jetzt Überstunden leisten, oder wegen Kinderbetreuung oder der Pflege Angehöriger zu Teilzeit-Arbeit gezwungen sind. Zudem gebe es viele Menschen, die gerne einen Vollzeit-Job ausführen würden, diesen aber nicht finden. "Über all diese Probleme sprechen er und der Rest der Union natürlich nicht, sondern das ist wieder mal eine Ablenkungsdebatte, die immer wieder den Leuten das Gefühl gibt: Ihr macht nicht genug. Das stimmt aber einfach nicht", poltert die Politikerin weiter.
Auch die von CSU und den Freien Wählern geforderte Abschaffung der Erbschaftssteuer lehnt sie klar ab. "Das ist der falsche Weg", stellt Reichinnek klar und fordert stattdessen weitere Entlastungen für die Menschen, wie etwa "eine echte Einkommensteuerreform, einen Mietendeckel oder ein 9-Euro-Ticket".



