Hollywoodstudio

40 Jahre Pixar: So wurde eine Lampe zum Maskottchen des Animationsstudios

03.02.2026 von SWYRL

Am 3. Februar feiert die Schmiede von "Toy Story", "Findet Nemo" und "Alles steht Kopf" 40-jähriges Jubiläum. Doch warum ist eigentlich eine Lampe das Maskottchen von Pixar Animation Studios?

Den Einspieler zu den Filmen von Pixar Animation Studios, der letztlich im Logo des Unternehmens mündet, kennt jeder. Der Clip beginnt damit, dass zunächst nur der Schriftzug des Studios vor himmelblauem Hintergrund zu sehen ist. Dann sieht man, wie eine Lampe von rechts ins Bild hüpft, vor dem "I" aus "Pixar" stehenbleibt, den Buchstaben verwundert anblickt, kurz mit dem "Hintern" wackelt, dann auf den Buchstaben hüpft und ihn schließlich mit ein paar Sprüngen in den Boden stampft - um von nun an seine, also die Rolle des "I" einzunehmen. "Pixar" heißt das Logo nun, mit einer Lampe der Marke Luxo zwischen dem "P" und dem "X".

Seit Anfang der 1990er-Jahre ist die Lampe Teil des Pixar-Logos, womit das Logo unwesentlich jünger ist als das Studio selbst, das sich Mitte der 1980er-Jahre von George Lucas' Filmstudio Lucasfilm abkoppelte und unter kräftiger Finanzspritze von Apple-Guru Steve Jobs im Februar 1986 selbstständig machte. Und genauso wie das Studio, das am 3. Februar also sein 40-jähriges Jubiläum feiert, aus einem anderen Unternehmen hervorging, so hat auch die Lampe des Logos in etwas anderem ihren Ursprung, nämlich im allerersten animierten Film von Pixar, "Die kleine Lampe" aus dem Jahr der Studiogründung.

"Die kleine Lampe" (Originaltitel: "Luxo Jr.") ist kürzer als zwei Minuten und zeigt das Maskottchen von Pixar in Aktion. Ganauer: Luxo spielt auf einem Tisch Ball mit einer anderen, einer größeren Lampe. Ob es sich bei dieser großen Lampe um Papa oder Mama handelt und bei Luxo Jr. um ein Mädchen oder einen Jungen, das sei der Fantasie des Zuschauers überlassen. Unübersehbar sind die Punkte im Kurzfilm, an die Pixar Logo-Einspieler anknüpft. Das charakteristische Hüpfen des Lämpchens etwa oder das Aufspringen der Lampe auf einen Gegenstand, der schließlich zerquetscht wird. Im Film ist es nicht der Buchstabe "i", mit dem Luxo so unsanft umgeht, sondern der Ball, mit dem er spielt.

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Mastermind John Lasseter

Geschrieben, animiert und inszeniert wurde "Die kleine Lampe" von John Lasseter, der als Zeichner bei Disney anfing, 1984 in die Spezialeffekte-Abteilung von Lucasfilm berufen wurde und schließlich, 1986, von den Pixar-Gründern Alvy Ray Smith und Edwin Catmull ins Team des neuen Animationsstudios mitgenommen wurde. Für den ersten Film von Pixar, der zugleich sein Regiedebüt war, erhielt Lasseter 1987 seine erste Oscar-Nominierung. Zwei Jahre später gewann er den Academy Award für den Kurzfilm "Tin Toy". Bis heute ist die Erfolgsgeschichte von Pixar untrennbar mit Lasseter verbunden. Er war es auch, der den anderen "Toy"-Film inszenierte, "Toy Story", den ersten komplett computeranimierten Kinofilm im Langformat.

Lasseter hatte überhaupt auch die Idee für die Lampe. Es hätte auch ein anderer Gegenstand sein können, ein anderes Motiv. Warum eine Lampe? Es heißt, Lasseter hatte seinerzeit eine Luxo-Lampe auf seinem Arbeitstisch stehen, die er als Modell für seine Animationsstudien verwendete. Dass aus seinen Experimenten schließlich ein Film wurde, hat die Welt jedoch Raoul Servais zu verdanken, damals selbst Animator und Regisseur von Animationsfilmen. Der Belgier war bei einem Animationsfestival in Brüssel von Lasseters Arbeit, einer animierten Lampe, so angetan, dass er ihn anhielt, dazu eine Geschichte zu schreiben. So entstand "Die kleine Lampe" und auf Grundlage des Films schließlich das berühmte Pixar-Logo.

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