Becoming Taylor Swift - Fr. 12.06. - ZDF: 00.45 Uhr

Wie Taylor Swift zum Weltstar wurde

08.06.2026 von SWYRL/Friederike Hilz

Taylor Swift ist einer der größten Popstars der Gegenwart. "Becoming Taylor Swift" erzählt von ihrem Weg ins Rampenlicht und versucht zu ergründen, was sie seit beinahe zwei Jahrzehnten dort hält. Das ZDF zeigt die Dokumentation erstmals im deutschen Fernsehen.

Wenn Taylor Swift heute auf einer Bühne steht, dann singen Tausende ihre Lieder mit und jubeln ihr zu. Für ihre Fans ist sie Vorbild, Freundin und große Schwester zugleich. Für die Musikwelt ist sie ein Megastar, mit dem man sich besser nicht anlegt. Regisseur Guy King zeichnet in seiner zweiteiligen Dokumentation "Becoming Taylor Swift" (2025) mit Archivmaterial, unveröffentlichten Tonaufnahmen und Stimmen von Wegbegleitern und Fans ihren Aufstieg nach: von der jungen, ambitionierten Countrysängerin zum weltweiten Popstar.

Dafür geht King zurück an den Anfang: Die erste Folge "Ruhm und Rivalen" widmet sich vor allem Swifts Zeit in der Country-Hochburg Nashville im US-Bundesstaat Tennessee - hier ergatterte sie mit gerade einmal 15 Jahren ihren ersten Plattenvertrag - und ihren ersten Erfolgen. Thematisiert wird auch der Streit mit Rapper Kanye West, der zu einem entscheidenden Wendepunkt in der Karriere der Sängerin wird. Früheste Wegbegleiter und Fans berichten von einem entschlossenen jungen Mädchen, das mit der vollen Unterstützung ihrer wohlhabenden Familie für eine Karriere auf der Bühne kämpfte.

Wie Swift sich nach der Fehde mit West einmal mehr neu erfand und warum die Songs "Look What You Made Me Do" (2017) und "The Man" (2019) eine musikalische "Abrechnung" sind, erklärt die zweite Folge "Rückkehr und Rebellion". Die Konstante bleiben dabei, egal welche "Era", immer die Fans, die "Swifties". Zwar sind Swifts Songs äußerst persönlich - "Ich schreibe nur über das, was mich selbst gerade bewegt", erklärte sie bereits 2009 -, doch ihre Fans finden sich dennoch stets in den Zeilen über Herzschmerz, Liebe und Rache wieder. "Ich war so dankbar, Taylor zu haben. Ihre CD gab mir Kraft", erinnert sich ein "Swiftie" der ersten Stunde in "Becoming Taylor Swift". "Ihre Stimme gab mir das Gefühl, nicht alleine zu sein."

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"Ich glaube, es gibt für eine Frau keinen besseren Konter als Erfolg"

King gibt den Fans in "Becoming Taylor Swift" viel Raum. Für mehr als Lob bleibt dadurch in den beiden 45-minütigen Folgen nur wenig Platz. Stattdessen stehen die Hürden im Vordergrund, die Swift auf ihrem Weg zu immer größeren Erfolgen und Rekorden überwinden musste. Neben dem Konflikt mit Kanye West ist auch der Streit um die Rechte an ihren ersten sechs Alben ein großes Thema. Dass Musikproduzent Scooter Braun diese von ihrem ehemaligen Label abkaufte, sei für sie "der schlimmste Albtraum", schrieb Swift damals.

Doch so entschlossen, wie die junge Taylor war, ihren Traum von einer Musikkarriere zu verwirklichen, scheint die gereifte Miss Swift auch heute noch mit Widerständen umzugehen, zeigt die Dokumentation. Für viele macht sie das zum feministischen Vorbild. Die Journalistin Zing Tsjeng fasst es in der Dokumentation so zusammen: "Ich glaube, es gibt für eine Frau keinen besseren Konter als Erfolg. Gerade in der Musikbranche, die nach wie vor von Männern dominiert wird." Was Taylor Swift selbst abseits ihrer Musik dazu sagt, was hinter der perfekten Superstar-Fassade vorgeht, das vermag jedoch auch "Becoming Taylor Swift" nicht zu erklären.

Während das ZDF die erste Folge "Ruhm und Rivalen" im TV zeigt, sind beide Teile der Dokumentation bereits ab Montag, 8. Juni, in der Mediathek zu sehen und zehn Tage später, am Freitag, 18. Juni, um 11.15 Uhr, auf ZDFinfo.

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