08.06.2026 von SWYRL
Noch bevor die Fußball-WM begonnen hat, gab es zahlreiche Diskussionen rund um die deutsche Nationalmannschaft. ZDF-Expertin Friederike Kromp blickt deshalb mit gemischten Gefühlen auf das anstehende Turnier. Warum sie trotzdem nicht an ein schnelles Aus glaubt, erklärte sie im Interview.
Nur noch wenige Tage, dann beginnt mit der Fußballweltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko das wohl größte Sportereignis des Jahres. Dabei will die deutsche Nationalmannschaft um Trainer Julian Nagelsmann endlich wieder um den begehrten Pokal mitspielen. Fußball-Expertin und Werder-Bremen-Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp äußert im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau jedoch Bedenken.
"Die Diskussionen um Manuel Neuer oder auch Denis Undav waren sicher nicht hilfreich, wenn es darum geht, Ruhe in die Nationalmannschaft hineinzubekommen", findet Kromp und kritisiert: "Man hat im Vorfeld mehr über solche Randthemen gesprochen als übers Spielerische. Ich bin gespannt, ob man das alles abschütteln kann - im Turnier. Es waren auf jeden Fall überflüssige Baustellen." Und eben diese "Nebengeräusche" könnten Unruhe ins Team bringen.
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Friederike Kromp: "Mannschaft, DFB, Medien und Fans an einem Strang ziehen
Für eine gute Leistung brauche es jetzt Geschlossenheit, erklärt Friederike Kromp. Und: "Genauso hilfreich ist ein gutes Selbstbewusstsein. Hätte Bayern München das Champions-League-Endspiel erreicht und gewonnen, hätte es auf jeden Fall einen positiven Impact auf die deutsche Elf gehabt. Man wäre mit deutlich breiterer Brust in die USA gereist."
Dennoch prophezeit sie dem deutschen Team kein frühes Aus: "Ich glaube, wenn man es schafft, die Nebenkriegsschauplätze zu befrieden und sich voll auf die Aufgabe zu konzentrieren, ist schon viel möglich bei diesem Turnier." Dafür müssten "Mannschaft, DFB, Medien und Fans an einem Strang ziehen", mahnt sie. Bei eben dieser Geschlossenheit habe man "in den Wochen und Monaten ein paar Fehler gemacht".
Die deutsche Mannschaft muss laut Friederike Kromp also noch die eine oder andere Hürde für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft überwinden. "Spanien wird wieder der Maßstab für alle sein", glaubt sie. Aber auch den Argentiniern und den Franzosen mit ihrer "unfassbaren Qualität" traut die ZDF-Expertin den Finalsieg zu. Die englische Mannschaft unter Thomas Tuchel könnte ebenfalls eine Chance auf ihren zweiten Weltmeistertitel nach 1966 haben, sagt die Fußball-Expertin im Interview - "aber es wird natürlich schwer".
Gemeinsam mit Per Mertesacker und Christoph Kramer analysiert Friederike Kromp ab dem Eröffnungsspiel am Donnerstag, 11. Juni, ab 17.15 Uhr im ZDF die Spiele der Fußballweltmeisterschaft. Der Sender überträgt insgesamt 30 der 104 Partien.


