Moderator im "Breakfast Club" bei MagentaTV

Micky Beisenherz über die deutsche Torhüterdiskussion: "Neuer ist unsere Madonna"

07.06.2026 von SWYRL

Hat Manuel Neuer noch einmal das Zeug zur Nummer eins im Tor? Fußball-Deutschland ist geteilter Meinung. Moderator Micky Beisenherz stellt sich im Interview entschieden hinter den Weltmeister von 2014.

Im "Breakfast Club" (ab Donnerstag, 11. Juni, 7.00 Uhr, MagentaTV) wird Micky Beisenherz gemeinsam mit Laura Hofmann und den Experten Tabea Kemme sowie Patrick Ittrich die Weltmeisterschaft begleiten und die Nachtspiele aufarbeiten. Doch noch bevor der erste Pass gespielt und das erste Tor gefallen ist, diskutiert Fußball-Deutschland schon hitzig. Grund dafür ist die Nominierung von Manuel Neuer als Nummer eins im deutschen Tor: Er sei zu alt, kritisierten einige Fans. Der etwas jüngere Oliver Baumann sei die bessere Wahl. Neuer habe unbezahlbare Erfahrung auf höchstem Niveau, hielten andere dagegen. Beisenherz hat dazu eine klare Meinung: "Ich halte die Entscheidung pro Neuer für richtig", erklärt er im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau.

"Neuer ist eine Legende und er hält auch mit Aura", stellt sich der 48-Jährige hinter den Weltmeister von 2014 - und vergleicht ihn mit dem Robbie-Williams-Song "She's Madonna": "Neuer ist unsere Madonna". In der Hoffnung, dass der 40-Jährige noch einmal über sich hinauswächst und für Deutschland den ein oder anderen unhaltbaren Ball festhält, nehme man eben "eine gewisse Schwankung und Verletzungsanfälligkeit in Kauf", versteht Beisenherz die Entscheidung.

Oliver Baumann ist für den Moderator deshalb kein schlechter Torhüter - aber ob es reicht, um den Superstars des Fußballs entgegenzutreten, stellt er infrage: "Wenn man sich die Beurteilungen von Oliver Baumann im deutschen Tor anschaut, ist der Tenor immer so: Er hat sich nichts zuschulden kommen lassen. Ob das aber Mbappé oder Dembélé interessiert, wenn sie alleine aufs deutsche Tor zulaufen?" Die Entscheidung des Bundestrainers für Manuel Neuer hätte man "gegenüber Oli Baumann und auch der Öffentlichkeit jedoch anders regeln müssen", findet der Moderator.

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"Für die Wucht des Brocken-Hinschmeißens gab es noch nie eine Goldmedaille"

Trotz der Entscheidung, ihn nur als Nummer zwei mitzunehmen, schmiss Baumann nicht hin. "Man hätte es verstehen können", findet Beisenherz im Interview. "Ich glaube aber nicht, dass es für ihn und das Ganze die bessere Entscheidung gewesen wäre." Die Chance, etwa wegen einer Verletzung Neuers, doch noch im Tor zu stehen, bestehe schließlich immer noch.

"Was für mich allerdings der wichtigste Grund ist: Für die Wucht des Brocken-Hinschmeißens gab es noch nie eine Goldmedaille", macht der Moderator deutlich und zieht einen Vergleich zu Oliver Kahn und Jens Lehmann bei der Weltmeisterschaft 2006. Der Moderator ist überzeugt: "Zu bleibender Größe erwachsen diejenigen, die gesagt haben: Ich stelle mich in den Dienst der Sache und mich selbst hintenan." Etwas, das laut Beisenherz in der heutigen Gesellschaft nur noch selten zu sehen sei.

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