Hüttenkäse
Hüttenkäse ist längst nicht erst durch TikTok populär geworden. Besonders bei sportlich aktiven Menschen und denen, die auf ihr Gewicht achten, ist der körnige Käse sehr beliebt. Er strotzt vor Eiweiß und unterstützt so den Muskelaufbau. Gleichzeitig ist er kalorienarm. Wir verraten, wie Sie Hüttenkäse als Zutat für verschiedenen Gerichte kreativ zubereiten können.
© iStock/Arx0ntFür Sportler
Nicht nur Sportler können vom Hüttenkäse profitieren. Jeder zieht Vorteile aus den Nährstoffen dieses körnigen Käses. Schon 100 Gramm liefern lediglich 100 Kalorien - aber mehr als 12 Gramm Eiweiß. Das deckt rund ein Fünftel des täglichen Eiweißbedarfs ab. Die enthaltenen Aminosäuren wie Leucin und Valin unterstützen den Muskelaufbau zusätzlich. Außerdem stecken in Hüttenkäse Vitamin B12 und Mineralstoffe wie Calcium, Phosphor und Natrium.
© iStock/matimixAbnehmen mit Hüttenkäse
Die vielen Proteine machen lange satt und helfen, Heißhunger zu vermeiden. Das unterstützt das Abnehmen. Achten Sie darauf, täglich gleichbleibend viel Eiweiß zu essen und weniger Kohlenhydrate aufzunehmen. Eine proteinreiche Ernährung senkt außerdem das Diabetesrisiko. Aber wie lässt sich Hüttenkäse am besten genießen?
© iStock/fermateMehr als ein TikTok-Trend
Hüttenkäse lässt sich natürlich wie andere Käsesorten auch, auf Brot genießen. Mit Roggenbrot, Avocado, Tomaten oder Rucola macht er sich besonders gut. Man kann den körnigen Frischkäse auch als Eiweißquelle in Salate mischen. Auf TikTok liegt Hüttenkäse im Trend, dort finden sich viele leckere Rezepte. Ein echter Genuss ist der sogenannte Protein-Wrap mit Hüttenkäse - und gesund ist er auch.
© iStock/gbh007Hüttenkäse-Wrap
Für einen Hüttenkäse-Wrap kommen 200 Gramm Hüttenkäse, zwei Eier und beliebige Gewürze wie italienische Kräuter, Chili, Kurkuma, Salz und Pfeffer in den Mixer. Gießen Sie noch einen Esslöffel Olivenöl oder geschmolzene Butter dazu. Mixen Sie alles, bis ein glatter Teig entsteht. Alternativ klappt das auch mit einem Stabmixer. Anschließend Backpapier auf ein Blech legen und den Teig darauf verteilen.
© iStock/Bartosz LuczakProteinreicher Wrap
Nach 25 Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze darf der Wrapboden kurz abkühlen. Dann vorsichtig vom Backpapier lösen. Jetzt kann der Wrap nach Lust und Laune belegt werden: Tomatenscheiben, Eisbergsalat, Rucola, Babyspinat, Parmesan, Schinken, rote Zwiebeln, Rotkohl, Kimchi, Avocado, Gurke oder Feta eigenen sich gut. Auch Rührei wird mit Hüttenkäse interessanter - einfach den Hüttenkäse vor dem Braten unter die Eimasse heben.
© iStock/fermateHüttenkäse-Auflauf
Probieren Sie doch mal einen Hüttenkäse-Auflauf - abwechslungsreich mit Gemüse, Speck oder Kartoffeln. Für vier Portionen mischen Sie 800 Gramm Hüttenkäse, vier große Eier, zwei Teelöffel italienische Kräuter, Salz und Pfeffer. Die Masse kommt in eine Auflaufform. Nach Belieben noch Erbsen, rote Zwiebelringe, Speckwürfel, Kartoffeln oder Fetakäse hinzufügen. Nach einer halben Stunde bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ist der Auflauf servierfertig.
© iStock/Nelea ReazantevaCremige Suppen
Mit Hüttenkäse werden Suppen schön cremig. Probieren Sie das Rezept: Eine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen und zwei rote Paprika fein schneiden und im Topf dünsten. Mit Chilipulver, Kurkuma, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer würzen. Nach zehn Minuten 500 Milliliter Gemüsebrühe dazugeben. Dann eine Packung Hüttenkäse einrühren, bis er sich fast aufgelöst hat. Dazu passen Tortellini - einfach fünf Minuten vor dem Servieren in die Suppe geben.
© iStock/Pronina MarinaRöstis
Für etwa zwölf Hüttenkäse-Zucchini-Röstis mixen Sie zunächst 100 Gramm Haferflocken im Mixer klein. Dann raspeln Sie eine mittelgroße Zucchini und drücken die Flüssigkeit aus Raspeln heraus. Alles zusammen mit 400 Gramm Hüttenkäse, zwei Eiern, 100 Gramm geriebenem Käse (Emmentaler oder Parmesan), zwei Teelöffeln italienischen Kräutern, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben.
© iStock/Malisa NicolauProtein-Taler
Als nächstes Backpapier auf ein Blech legen und zwölf kleine Taler formen. Bei klebrigem Teig hilft ein Löffel. Nach etwa 20 Minuten bei 180 Grad Umluft sind die Hüttenkäse-Zucchini-Röstis knusprig und fertig. Dazu schmeckt ein grüner Salat und ein Joghurt-Kräuter-Dip. Die Röstis lassen sich problemlos einfrieren - backen Sie also ruhig eine größere Portion.
© iStock/kasia2003Protein-Pancakes
Hüttenkäse eignet sich nicht nur für Herzhaftes, sondern auch für Süßes. Als Snack für zwischendurch können Sie den körnigen Frischkäse pur essen oder mit Beeren, Nüssen, Nussmus und etwas Zimt oder Kakaonibs verfeinern. Auch Pfannkuchen gelingen mit Hüttenkäse. Für Protein-Pancakes (zwei Portionen) rühren Sie zunächst 150 Gramm Hüttenkäse, zwei Eier und einen Esslöffel Milch glatt.
© iStock/Rimma_BondarenkoCremig rühren
Mit dem Mixer wird der Käse schön cremig und sorgt für fluffige Pancakes. Danach die trockenen Zutaten (150 Gramm Mehl und einen halben Teelöffel Backpulver) unterrühren. Nach Belieben einen Esslöffel Honig oder Ahornsirup sowie Zimt, Muskat, Vanilleextrakt und etwas geschmolzenes Kokosöl (bis zu einem Esslöffel) hinzufügen. Nach einer halben Stunde Ruhezeit die Pancakes wie Pfannkuchen in der Pfanne backen. Dazu passen Apfelkompott oder Ahornsirup.
© iStock/Stanislav OstranitsaProtein-Müsli
Dieses Müsli mit Hüttenkäse lässt sich prima schon am Vorabend vorbereiten. Für eine Portion 70 Milliliter Milch (oder Pflanzendrink) mit 100 Gramm Hüttenkäse und einem Esslöffel Agavendicksaft oder Ahornsirup verrühren. Danach einen Apfel in Würfel schneiden und mit etwas Zitrone beträufeln. Dann sechs Esslöffel Haferflocken und zwei Teelöffel Leinsamen oder Chiasamen unter die Hüttenkäse-Mischung mischen.
© iStock/samael334Müsli-to-go
Das Müsli abwechselnd mit den Apfelwürfeln ins Schraubglas schichten. Über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen und am nächsten Morgen einfach genießen oder mit ins Büro nehmen. Für mehr Abwechslung können Sie nach Belieben Kürbiskerne oder Sesam untermischen, eine Banane zerdrücken oder frische Beeren (im Winter auch TK-Beeren) hinzufügen.
© iStock/AnnaPustynnikovaSmoothie
Ein schnelles Frühstück gelingt auch mit einem Smoothie. Statt Proteinpulver sorgt Hüttenkäse für extra Eiweiß. Für einen grünen Protein-Smoothie alles in den Standmixer: Eine Handvoll Babyspinat, Saft und Abrieb einer halben Bio-Orange, einen halben Apfel und zwei Stangen Sellerie. Dazu 50 Gramm Hüttenkäse, etwas Agavendicksaft oder eine Prise Chilipulver sowie 50 Milliliter Wasser. Alles zu einem cremigen Smoothie pürieren.
© PeopleImagesCottage-Cheese-Ice-Cream
Gesundes und eiweißreiches Eis geht ganz einfach mit nur drei Zutaten. Für etwa zwei Portionen kommen 200 Gramm Hüttenkäse, 20 Gramm Ahornsirup (alternativ Honig, Agavendicksaft oder Dattelmus) und eine Handvoll Beeren - frische Erdbeeren oder TK-Beeren - in den Standmixer. Für Schoko-Fruchteis noch einen Esslöffel Kakaopulver hinzugeben. Auch Kokosflocken, zerbröselte Kekse, Waffelstücke, Marmelade oder Nüsse sind leckere Toppings.
© iStock/Irina TaskovaProtein-Eiscreme
Die Creme in einen Behälter füllen, Deckel darauf und für mindestens zwei bis drei Stunden ins Tiefkühlfach stellen. Für cremiges Eis jede halbe Stunde mit einer Gabel umrühren. Ist das Eis schon länger gefroren, holen Sie es etwa 15 Minuten vor dem Essen heraus und lassen Sie es leicht antauen.
© iStock/Yummy picKäsekuchen
Auch Käsekuchen gelingt mit Hüttenkäse statt Quark. Dafür müssen Sie zuerst den Kuchenboden vorbereiten. Für den Mürbeteig mixen Sie 400 Gramm helles Dinkelmehl mit 100 Gramm Zucker und 200 Gramm kalter Butter. Mit den Fingern die Butter ins Mehl reiben, bis ein krümeliger Teig entsteht. Danach geben Sie den Teig in eine eingefettete Springform oder auf ein Backblech mit Backpapier und drücken ihn gleichmäßig fest. Dabei einen kleinen Rand formen.
© iStock/Sana GrebinetsCottage-Cheesecake
Für die Füllung sieben Eier, 100 Gramm Zucker, eine Prise Salz, einen Esslöffel Vanilleextrakt und 800 Gramm Hüttenkäse vermengen. Für eine besonders glatte Masse hilft ein Stabmixer. Dann die Käse-Ei-Mischung auf den Kuchenboden geben. Anschließend 500 Gramm Kirschen darüber verteilen. Nach etwa 50 Minuten bei 180 Grad Ober- und Unterhitze ist der Käsekuchen fertig. Vor dem Servieren eine halbe Stunde abkühlen lassen.
© iStock/peredniankinaBrownies
Auch Brownies lassen sich mit Hüttenkäse zu einem leckeren Protein-Snack zaubern - perfekt als Nachtisch oder zum Sonntagskaffee. Durch den körnigen Käse werden sie besonders saftig. Für den Teig 400 Gramm Hüttenkäse, zehn Eier, 60 Gramm Zucker (oder sieben Medjool-Datteln), 100 Gramm Kakaopulver, 30 Gramm Flohsamenschalen und 30 Milliliter Rapsöl oder 40 Gramm geschmolzene Butter mischen.
© iStock/ToscaWhiProtein-Brownies
Den Teig mit dem Standmixer glatt rühren. Wer Datteln als Süßungsmittel nimmt, sollte sie im Mixer vollständig zerkleinern. Den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech oder in Muffinformen füllen. Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze etwa 40 Minuten backen. Den Brownie-Kuchen erst nach dem vollständigen Abkühlen in Stücke schneiden. In einem luftdichten Behälter bleiben die Brownies bis zu vier Tage frisch.
© iStock/Liudmila Chernetska