Im Podcast "M wie Marlene"

"Sind Tränen geflossen": Marlene Lufen schildert "dramatische" Kündigungswelle bei TV-Sendern

10.03.2026 von SWYRL

Die Medienunternehmen RTL und ProSiebenSAT.1 haben zuletzt Stellenabbau betrieben. Als "total dramatisch" bezeichnet "Frühstücksfernsehen"-Moderatorin Marlene Lufen die Situation in ihrem Podcast.

Sie gehört zu den bekanntesten Gesichtern ihres Heimatsenders: Seit 1997 präsentiert Marlene Lufen (mit Unterbrechung) das SAT.1-Frühstücksfernsehen, seit 2018 die Reality-Show "Promi Big Brother". Die Sparmaßnahmen und Kündigungswellen in ihrem beruflichen Umfeld sind aber auch an der Star-Moderatorin nicht spurlos vorübergegangen.

"In meiner Branche ist es gerade total dramatisch", erklärt Lufen in der aktuellen Folge ihres Podcasts "M wie Marlene": "Ganz viele Kollegen in Köln bei RTL und ganz viele von meinen Kollegen von ProSiebenSAT.1 haben ihren Job verloren." Sie wisse aus Berichten, "dass Tränen geflossen sind".

"Hunderten von Leuten wurde gekündigt", sagt die 55-Jährige im Gespräch mit ihrem Podcast-Gast, der auch bei TikTok aktiven Personalberaterin Kristine Capek ("dieHeadhunterin"). Getroffen habe es "oftmals Leute, die seit 20 Jahren oder länger in ihrem Job sind und die gar nicht wissen, wo für sie noch mal ein Job wäre".

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"Es zieht sich durch extrem viele Branchen"

Lufens Gesprächsgast Kristine Capek kann der Bewertung nur beipflichten, dass es sich um eine "dramatische" Zäsur auf dem Arbeitsmarkt handle: "Es betrifft nicht nur deine Branche, es zieht sich durch extrem viele Branchen, weil viele Konzerne in stukturellen Krisen stecken." Erschwerend hinzu kämen die KI-Transformation und eine anhaltende Konjunkturschwäche. Leidtragende seien mitunter "hochkompetente Menschen, die lange im Unternehmen waren und jetzt mit nichts dastehen, sich neu orientieren müssen".

Die Expertin sorgt sich vor allem um die menschliche Dimension der Disruptionen: "Was macht das mit einem, wenn man jahrelang erfolgreich war, man verliert den Job, schreibt Hunderte von Bewerbungen und bekommt kaum ein Bewerbungsgespräch rein?" Sie wisse, "dass Menschen dann an sich anfangen zu zweifeln: 'Was stimmt denn mit mir nicht?' Das ist dramatisch." So etwas kippe schnell in Verzweiflung. Arbeit sei ein sehr emotionales Thema. Daher ihr Appell: "Wir versuchen, viel zu sachlich da ranzugehen. Wir müssen die Menschen abholen, die im Arbeitsmarkt sind."

Die beiden großen privaten deutschen Sendernetzwerke RTL und ProSiebenSAT.1 haben den geplanten und teils schon vollzogenen Stellenabbau mit den Zielen einer digitalen Neuausrichtung ihrer Unternehmen begründet. ProSiebenSAT.1 bekam mit dem der Berlusconi-Familie gehörenden Konzern MediaForEurope vergangenes Jahr einen neuen Mehrheitseigentümer. RTL Deutschland fusionierte 2021 mit dem Verlag Gruner + Jahr und steht nun vor der Übernahme von Sky Deutschland, was weitere Einflüsse auf das Stellenkontingent in der Medienbranche haben könnte.

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