Nach drei Jahren

Aus Kostengründen: MDR gibt "Mittagsmagazin"-Produktion wieder ab

08.05.2026 von SWYRL/Franziska Wenzlick

Drei Jahre lang produzierte der MDR das "Mittagsmagazin". Nun soll das Format an eine andere ARD-Anstalt abgegeben werden - aus finanziellen Gründen.

2024 übernahm der MDR in Leipzig die Produktion des ARD-"Mittagsmagazins". Nun will der Sender das öffentlich-rechtliche Format nach nur drei Jahren wieder abgeben. Medienberichten zufolge soll das Mima bereits 2027 in andere Hände übergehen.

Der Sender bestätigte, dass die bislang ausgebliebene Erhöhung des Rundfunkbeitrags den MDR "zu strategischen Entscheidungen" zwinge, "die sich unvermeidbar auch auf den Umfang unserer Programmangebote auswirken werden". Jährlich koste die Produktion rund drei Millionen Euro.

In einem Strategie- und Sparprogramm hatte der Mitteldeutsche Rundfunk beschlossen, bis Ende 2028 160 Millionen Euro einzusparen. Möglich ist aber auch, dass das verfügbare Budget noch weiter schrumpft - sollte der Rundfunkbeitrag nicht steigen. In einem Interview mit der "Sächsischen Zeitung" hatte MDR-Intendant Ralf Ludwig im März von weiteren 60 Millionen Euro gesprochen, die ansonsten gegebenenfalls eingespart werden müssten.

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Mögliche Übernahme durch den NDR

Wie ein Sprecher des MDR gegenüber "DWDL.de" erklärte, befinde man sich derzeit in Gesprächen mit dem NDR. Dieser habe "Bereitschaft signalisiert", das Mittagsmagazin "gegebenenfalls zu übernehmen". Vonseiten des NDR selbst heißt es: "Derzeit entwickelt der NDR verschiedene Szenarien, unter welchen Bedingungen und Voraussetzungen er die Gesamtverantwortung vom MDR übernehmen kann."

Vor der Übernahme durch den MDR zeichnete acht Jahre lang der RBB für das Format verantwortlich, nachdem der Bayerische Rundfunk die Produktion 2016 - ebenfalls aus Kostengründen - abgegeben hatte. In Berlin hatte man sich schließlich 2024 nach Bekanntwerden der Affäre um Ex-Intendantin Patricia Schlesinger vom Mima zurückgezogen. Im selben Jahr verdoppelten ARD und ZDF die Dauer des Magazins. Der seither zweistündigen Sendezeit mussten damals das "ARD-Buffet" sowie das ZDF-Ländermagazin "Drehscheibe" weichen.

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