11.06.2026 von SWYRL
Ein geschmackloser Uralt-Witz in der "heute-show" über Howard Carpendale löste vor wenigen Wochen Empörung beim Sänger und seinem Sohn Wayne aus. Nun legte Satiriker Oliver Welke ironische Spitzen nach.
In seinem Podcast "Apokalypse & Filterkaffee" begrüßte Micky Beisenherz jüngst seinen Comedy-Kollegen Oliver Welke. Dass der "heute-show"-Moderator zuletzt einen öffentlich ausgetragenen Streit mit einem Schlagerstar hatte, war dem Podcast-Host nicht entgangen. "Wie steht es zwischen dir und Howard Carpendale? Seid Ihr fein miteinander?", bekam Welke als Einstiegsfrage präsentiert.
"Wir sind sowas von fein", bestätigte Welke. Der Eklat zwischen ihm und Carpendale sei nun "schon Wochen her". Der 60-Jährige scherzte: "In der Zeit hätte ich mit drei bis fünf anderen Schlager-Granden Beef anfangen können. Aber ich habe dann doch meine Lektion gelernt. Ich habe gemerkt, du kannst dich mit deutschen Salafisten, mit Rechtsextremen anlegen, mit der FDP. Nichts, nichts, kriegt annähernd das Echo wie ein unbedachter Uralt-Witz über Howard Carpendale."
Beisenherz sprach seinen Gesprächsgast auch auf die Reaktion von Wayne Carpendale an, dem Sohn des Sängers. Der ehemalige Darsteller der ZDF-Serie "Der Landarzt" sprang seinem Vater in einem Instagram-Video zur Seite, in dem er unter anderem sagte: "Deswegen liebe ich meinen Dad. Für das, was er ist, nicht für das, was er sein will. Schäm dich, Oliver!"
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Oliver Welke: "Das war der Moment, wo in mir was zerbrochen ist"
Nachdem Beisenherz den pathetischen Tonfall der Aussage imitiert hatte, erwiderte Welke gespielt demütig: "Das war der Moment, wo in mir was zerbrochen ist. Ich dachte, wenn der dritte 'Landarzt' schon sagt, ich bin zu weit gegangen, muss es stimmen."
Auslöser des Streits war eine Ende April ausgestrahlte Ausgabe der ZDF-Nachrichten-Satire "heute-show". In der Sendung war es um Künstliche Intelligenz und Pflegeroboter gegangen. Welke hatte gemutmaßt, mit welchen Witzen der Roboter seine Klienten unterhalten könne. "So ein Pflegeroboter, der muss doch altersgerechte Witze erzählen!", witzelte Welke und gab ein Beispiel. "Was hat 100 Beine und riecht nach Urin? Die erste Reihe im Howard-Carpendale-Konzert."
"Sag mal, spinnst du?", griff Carpendale den ZDF-Moderator daraufhin in einem Social-Media-Video direkt an. "Ich hätte nie gedacht, dass du diese Tendenzen hast, Menschen anzumachen, die sich gar nicht wehren können."
Gegenüber "Bild" erklärte Welke daraufhin, was der Hintersinn des Gags gewesen war: "Unser Thema in der Sendung war KI, und in einem Ausschnitt erzählt ein Pflegeroboter einen schlechten Witz. Danach habe ich, versucht, einen noch schlechteren draufzusetzen - hat ja auch geklappt." Dafür habe sein Team den Namen eines Schlagersängers gebraucht, "den jeder kennt", fügte Welke hinzu. Er schloss sein Statement mit der Aussage, noch nie ein Konzert Carpendales besucht zu haben, aber überzeugt sei, "dass da wohlriechende Menschen jeden Alters sitzen".


