Generativer Chatbot

Nach Kritik "widerlichen" Fake-Bildern: Musks Grok-KI steht nur noch zahlenden X-Usern zur Verfügung

12.01.2026 von SWYRL

X-User konnten sich mit wenigen Klicks von der firmeneigenen KI Bilder generieren lassen. Das ist nun vorbei. Der Dienst steht nur noch zahlenden Abonnenten zur Verfügung. Das könnte etwas mit Vorwürfen gegen das Unternehmen zu tun haben.

Eine Besonderheits des Kurznachrichtendienstes X ist stark eingeschränkt worden: Früher konnten User jeder Art die Künstliche Intelligenz Grok nutzen, um Bilder zu erstellen oder bearbeiten zu lassen. Nun ist das nur noch zahlenden Abonennten mögilch. Wer kein Abo hat, bekommt stattdessen den Hinweis "Die Bilderzeugung und Bearbeitung ist derzeit auf zahlende Abonnenten beschränkt."

Damit kann die Mehrzahl der X-User Grok nicht mehr zur Bilderstellung und -bearbeitung nutzen. Der Schritt könnte mit Kritik an äußerst fragwürdigen Bildern zusammenhängen, die mithilfe von Grok auf X erstellt worden waren. So konnten sexualisierte Fassungen von geposteten Bildern erstellt werden oder sexualisierte Bilder realer Personen neu erstellt werden - selbst Minderjährige waren betroffen.

Erst im Dezember entschuldigte sich die KI selbst auf ihrem X-Account für ein Bild von zwei Teenagern "in sexulisierten Outfits". Ein "Versagen unserer Sicherheitsvorkehrungen" sei dafür verantwortlich gewesen, hieß es in dem Post. Der britische Premier Keir Starmer hatte solche Bild-Generierung "widerlich" genannt. Nach Angaben des britischen Vizepremiers David Lammy habe in einer Unterredung sogar US-Vizepräsident J.D. Vance der Einschätzung zugestimmt, die infrage stehenden Bilder seien "absolut abscheulich".

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Juristische Schritte seitens der EU, Geldspritze aus Katar

Die Europäische Union hat derweil den Druck auf das von Elon Musk geführte Unternehmen xAI erhöht, das Grok entwickelt. Die Europäische Kommission hat die Firma dazu aufgefordert, bestimmte interne Dokumente zu ihrem Chatbot bis zum Jahresende aufzubewahren, da sie relevant für eine Ermittlung seien. Dabei geht es um die Frage nach xAIs Einhaltung europäischer Digitalgesetze. Die Maßnahme steht in direktem Zusammenhang mit dem sexualisierten Material, das via Grok erstellt worden ist.

xAI hat sich indes eine frische Finanzspritze in Form von Spenden von insgesamt 20 Milliarden US-Dollar besorgt. Zu den Geldgebern gehören unter anderem der Chip-Hersteller Nvidia und das Emirat Katar.

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