25.03.2026 von SWYRL/Franziska Wenzlick
Ein Gericht im US-Bundesstaat New Mexico hat Meta zu 375 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt. Dem Facebook-Mutterkonzern wird vorgeworfen, zu wenig für den Schutz von Kindern auf seinen Plattformen zu tun.
Werden junge Nutzer auf Plattformen wie Facebook, WhatsApp und Instagram nicht ausreichend geschützt? Zu diesem Schluss kamen nun die Geschworenen in einem Prozess gegen Meta. Das zuständige Gericht im US-Bundesstaat New Mexico verurteilte Mark Zuckerbergs Konzern zu einer Strafzahlung in Höhe von 375 Millionen Dollar (rund 330 Millionen Euro). Das Unternehmen kündigte an, Berufung einlegen zu wollen.
Meta war vorgeworfen worden, minderjährige User nicht in angemessenem Umfang vor Belästigungen zu schützen. Die Staatsanwaltschaft hatte in dem fast sieben Wochen dauernden Prozess argumentiert, dass der Konzern "gewissenlos" agiere und den Schutz von - häufig noch nicht volljährigen - Nutzern bewusst außer Acht lasse.
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Meta: "Wir lehnen das Urteil respektvoll ab"
Eingereicht hatte die Klage Generalstaatsanwalt Raúl Torrez. Er nannte das Urteil "einen historischen Sieg für jedes Kind und jede Familie, die den Preis dafür gezahlt hat, dass Meta Profit über die Sicherheit von Kindern gestellt hat". Gefordert war zunächst eine Strafzahlung von zwei Milliarden Dollar.
"Wir lehnen das Urteil respektvoll ab", erklärte ein Meta-Sprecher nach dem Urteil verschiedenen Medienberichten zufolge. Man arbeite "hart daran, die Sicherheit der Menschen auf unseren Plattformen zu gewährleisten". Im Mai wird die zweite Phase des Prozesses stattfinden.
In Bezug auf das Thema Jugendschutz steht Meta bereits seit geraumer Zeit in Kritik. Das Unternehmen sieht sich derzeit mit Tausenden weiteren Klagen konfrontiert. Unter anderem wird dem Tech-Riesen bei einem aktuell laufenden Prozess im Bundesstaat Kalifornien vorgeworfen, Social-Media-Sucht bewusst gefördert zu haben. Meta trage dadurch landesweit zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Essstörungen bei. Mark Zuckerberg hatte die Vorwürfe bei seiner Aussage entschieden zurückgewiesen.


