Aktuelle DVD- und Blu-ray-Tipps

Ein Golden-Globe-Gewinner und ein Oscar-Kandidat: Das sind die DVD-Highlights der Woche

15.01.2026 von SWYRL

"One Battle After Another", "In die Sonne schauen" und "22 Bahnen": Das sind die DVDs und Blu-rays der Woche.

Komplexe und kaum zu überblickende Handlungsstränge, Paranoia und Wahnsinn, ein eigenwilliger Sinn für Humor: Das sind seit Jahrzehnten die gängigsten Umschreibungen, wenn es um die Arbeit von Thomas Pynchon geht. Ein Autor, der schon oft gelesen wurde, wenn Menschen sich mit Blick auf die eigene "Leselust" etwas beweisen wollten, ein schwer zu fassender Großmeister der postmodernen Literatur. Zeug für Intellektuelle. Und auch für die große Leinwand? Lange galten Pynchons Werke als quasi nicht verfilmbar. Paul Thomas Anderson jedoch demonstrierte 2014 mit "Inherent Vice - Natürliche Mängel", dass es geht. Auch "One Battle After Another" basiert lose auf einem Roman ("Vineland", 1990) von Thomas Pynchon. Bei den Golden Globes gewann der Film jüngst vier Trophäen. Die Chance auf eine Oscar-Nominierung ist somit noch wahrscheinlicher als ohnehin schon. Im Rennen um eine Nominierung für den Auslands-Oscar ist auch das deutsche Drama "In die Sonne schauen". Beide Filme erscheinen nun ebenso wie die Romanverfilmung "22 Bahnen" auf DVD- und Blu-ray.

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"One Battle After Another" (VÖ: 22. Januar)

Benicio del Toro, Sean Penn, Leonardi DiCaprio ... - Die Aufmerksamkeit der breiten Masse ist bei so einem prominent besetzten Cast natürlich gewiss. Für Fans der hohen Kinokunst tut's aber sicher auch schon der Name Paul Thomas Anderson. Der kalifornische Autor und Regisseur dreht nur alle paar Jahre mal einen neuen Film, hinterlässt mit seinen Werken aber seit Ende der 90-er immer wieder einen bleibenden Eindruck. Man denke etwa an "Boogie Nights", "Magnolia", "There Will Be Blood", "Licorice Pizza" oder eben "Inherent Vice". "One Battle After Another" erzählt die Geschichte eines gewissen Bob Ferguson (DiCaprio), auch bekannt als "Ghetto Pat". Vor vielen Jahren gehörte der Sprengstoffexperte mal einer Gruppe von Revolutionären an, die "French 75". Über 200 Einwanderer haben die Widerstandskämpfer seinerzeit aus einer Haftanstalt der US-Zollbehörde ICE befreit. Lange her, Bob lebt inzwischen unter falschem Namen irgendwo in der Wüste. Aber ganz abschütteln kann er die Vergangenheit doch nicht. Was er damals mit den "French 75" angestellt hat - das ist nicht vergeben und nicht vergessen ...

Preis DVD: circa 15 Euro

US, 2025, Regie: Paul Thomas Anderson, Laufzeit: 156 Minuten

"In die Sonne schauen" (VÖ: 22. Januar)

Nach ihrem intimen Debüt "Die Tochter" (2017) wagt sich Mascha Schilinski mit "In die Sonne schauen" an ein wahrlich episches Unterfangen. Vier unterschiedliche Leben und vier unterschiedliche Epochen bilden die Grundlagen ihres Dramas, in dem es nicht zuletzt um weibliche Traumata, weiblichen Schmerz und dunkle Kapitel in der deutschen Geschichte geht. In den 1910er-Jahren bringt die kleine Alma (Hanna Heckt) in Erfahrung, dass sie nach ihrer verstorbenen Schwester benannt wurde. Fortan glaubt sie, ebenfalls dem Tod geweiht zu sein. Rund 30 Jahre später entwickelt die Jugendliche Erika (Lea Drinda) eine morbide Faszination für ihren Onkel, der im Zweiten Weltkrieg ein Bein verloren hat. Angelika (Lena Urzendowsky) wiederum wird in der DDR der 1980er-Jahre groß und wandelt auf dem schmalen Grat zwischen Todessehnsucht und Lebensgier. In den 2020er-Jahren schließlich verbringt Nelly (Zoë Baier) mit ihre Familie die Zeit auf dem inzwischen stark heruntergekommenen Hof. Das Mädchen wirkt geborgen. Doch intensive Träume und die Last früherer Geschehnisse machen Nelly zu schaffen. Als sich ein tragisches Ereignis an dem Ort wiederholt, verschwimmen die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart noch mehr.

Preis DVD: circa 15 Euro

DE, 2025, Regie: Mascha Schilinski, Laufzeit: 149 Minuten

"22 Bahnen" (VÖ: 23. Januar)

Der Debütroman "22 Bahnen" von Caroline Wahl avancierte nach seinem Erscheinen im Jahr 2023 zu einem Verkaufsschlager und konnte sich lange Zeit auf der Spiegel-Bestsellerliste halten. Kein Wunder, dass es bis zu einer Verfilmung nicht lange dauern würde. Der Film handelt von der vielbeschäftigten Tilda (Luna Wedler). Unter einen Hut bringen muss die junge Frau nicht nur ihr Studium, ihre Arbeit an der Supermarktkasse und ihre Leidenschaft fürs Schwimmen. Auch ihre kleine Schwester Ida (Zoë Baier) braucht ihre Unterstützung. Oft kümmert sich Tilda noch dazu um ihre alkoholabhängige Mutter (Laura Tonke), mit der sie nach wie vor zusammenwohnt. Während all ihre Freunde längst weggezogen sind, hängt sie in einer Kleinstadt fest. Doch eines Tages scheint ein anderes Leben möglich. Tilda winkt eine Promotion-Stelle in Berlin. Und dann ist da noch Viktor (Jannis Niewöhner), der wie sie jeden Tag genau 22 Bahnen schwimmt. Gerade als alles gut werden könnte, entwickeln sich die Dinge zu Hause aber in eine völlig falsche Richtung.

Preis DVD: circa 15 Euro

DE, 2025, Regie: Mia Maariel Meyer, Laufzeit: 98 Minuten

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