26.03.2026 von SWYRL/Michael Eichhammer
game, der Verband der deutschen Games-Branche, überrascht mit seiner Marktanalyse für 2025: Im letzten Jahr ist der Deutsche Gaming-Markt um 4 Prozent gewachsen. Ein genauerer Blick zeigt: Wachstumstreiber waren nicht die Spiele.
Nach einem Rückgang im Jahr davor ist der deutsche Games-Markt 2025 augenscheinlich wieder auf Wachstumskurs. Zumindest, wenn man den Umsatz mit Spielen, Hardware und Online-Gaming-Services in ihrer Gesamtheit betrachtet. Rund 9,4 Milliarden Euro wurden in diesen Bereichen umgesetzt. Das entspricht einem Wachstum von 4 Prozent. Das gab game, der Verband der deutschen Games-Branche, bekannt.
Die Angaben basieren auf Daten der Marktforschungsunternehmen YouGov und Sensor Tower. Es lohnt sich allerdings ein genauerer Blick auf die einzelnen Sparten. Wer erwartet, dass das Umsatzplus vor allem neuen Spielen zu verdanken war, täuscht sich. Vielmehr erweist sich Games-Hardware als wahrer Wachstumstreiber. Der Umsatz mit Gaming-Hardware betrug 3,4 Milliarden Euro. Mit einem Plus von 26 Prozent wuchs insbesondere der Teilmarkt für Spielekonsolen - Neuheiten wie der Nintendo Switch 2 und des Portable-PCs ROG Xbox Ally sei Dank. Auch Gaming-PC-Zubehör legte 13 Prozent gegenüber 2024 zu.
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Rekordzahlen bei Konsolen-Online-Gaming-Services
Eine Rekordmarke knackten Online-Gaming-Services wie Sonys PlayStation Plus und Microsofts Xbox Game Pass: Der Umsatz in diesem Segment durchbrach erstmals die Grenze von einer Milliarde Euro. Das entspricht einem Wachstum von rund 7 Prozent gegneüber dem Vorjahreszeitraum. In den vergangenen sechs Jahren hat sich der Umsatz solcher Dienste mehr als verdoppelt.
Der Umsatz mit Games hingegen ließ um 13 Prozent nach. Über alle Plattformen hinweg wurden nur noch 807 Millionen Euro Umsatz gemacht. Ein Plus von 1 Prozent und einen Umsatz von 4,1 Milliarden Euro generierten allerdings In-Game- und In-App-Käufe. Dieser Markt wächst seit Jahren, so der Verband game. "Sowohl Free-to-Play-Titel als auch Vollpreisspiele setzen stark auf zusätzliche Inhalte, um das Spielerlebnis zu individualisieren und erweitern", heißt es in der Pressemeldung.
"Insgesamt zeigen die Daten für den deutschen Games-Markt, wie stark sich die Spielgewohnheiten der Deutschen verändern", sagt Felix Falk, Geschäftsführer des Verbandes game. "Einige Spiele haben sich zu regelrechten Dauerbrennern entwickelt: Sie haben über Jahre eine riesige Community aufgebaut, die regelmäßig mit neuen Inhalten versorgt wird und 'ihrem' Spiel treu bleibt." Auch die Online-Gaming-Services werden regelmäßig um neue Spiele erweitert, sodass insgesamt weniger neue Titel gekauft werden, so die Beobachtung.



