16.02.2026 von SWYRL/Franziska Wenzlick
Barbara Schöneberger und ihr Podcast-Gast Jeannine Michaelsen sind sich einig: Der "Selbstoptimierungswahn" geht zu weit. In der aktuellen Ausgabe von "Frühstück bei Barbara" verraten die beiden Moderatorinnen, was sie an dem Trend besonders stört.
Jeannine Michaelsen hält nichts vom "Selbstoptimierungswahn". Im Podcast "Frühstück bei Barbara" offenbart die ProSieben-Moderatorin gar: "Weil ich so gegen Selbstoptimierung bin, habe ich aus Protest wieder angefangen zu rauchen." Dafür hat Podcast-Gastgeberin Barbara Schöneberger vollstes Verständnis. Auch in ihrem Freundeskreis greife der Trend um sich: "Jetzt fangen die alle an, ins Schweigekloster zu fahren!"
Michaelsen zieht weiter gegen das "Achtsamkeitsgedöns" vom Leder: "Was heute Intuitive Eating heißt - ich kenne das als Hunger." Ihres Erachtens komme beim Versuch, mehr auf sich selbst zu achten, häufig das Umfeld zu kurz. "Wann geht denn diese Achtsamkeit wieder weg von dir alleine und auch mal darauf, dass du dich als Teil einer Gesellschaft bewegst?"
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"Kann man sich nicht mal ein bisschen am Zippel reißen?"
Auch Barbara Schöneberger beobachte häufiger, dass es eher am Zwischenmenschlichen mangele. "Kümmere dich doch mal wieder um jemand anderen. Übernimm mal Verantwortung für das große Ganze", fordert die Entertainerin. Umso empörender sei die Anekdote, die Michaelsen von einer Freundin zugetragen worden sei. Diese sei kurzfristig versetzt worden - "mit der Begründung: 'Ich merke gerade, mein Körper braucht heute etwas anderes, ich muss da jetzt mal auf mich hören'".
Eine solche Absage sei "eine Unverschämtheit", schimpft Michaelsen. "Kann man sich nicht mal ein bisschen am Zippel reißen?" Auch Schöneberger findet: "Wer die ganze Zeit tief in sich reinhört, der hört natürlich auch irgendwann was." Die 51-Jährige beschäftige sich schlichtweg weniger mit möglichen Befindlichkeiten: "Wenn ich eine Glutenallergie hätte, würde ich es gar nicht merken. Ich esse einfach!"
Jeannine Michaelsen resümiert: "Wenn du die ganze Zeit in dich reinhörst, dann hörst du auch alle anderen nicht mehr." Für Menschen, die "das Zentrum" des eigenen Universums seien, habe die 44-Jährige inzwischen kein Verständnis mehr. "Ich finde, da wird es problematisch."


