Ehemaliger Caught-In-The-Act-Star

"Schwul sein war ein No-Go": Eloy de Jong berichtet in "Bravo"-Doku von jahrelanger Angst

17.05.2026 von SWYRL/Jürgen Winzer

Der heutige Schlagerstar Eloy de Jong ließ in den 1990-er Jahren als Boyband-Mitglied von Caught In The Act die Herzen weiblicher Teenies höher schlagen. Die wussten allerdings nicht um sein großes Geheimnis: Der Mädchenschwarm ist homosexuell.

Jahrelang musste Eloy de Jong (53) seine Sexualität verheimlichen. Um Ruhm und Erfolg seiner Boyband Caught In The Act nicht zu gefährden. Gemeinsam mit Bastiaan Ragas, Benjamin Boyce und Lee Baxter war Eloy nach einem Gastauftritt bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" (RTL) 1994 bekannt und innerhalb kürzester Zeit zu Superstars der in den 90ern florierenden Boyband-Szene geworden. Aber wie Eloy liebte, durfte er nicht offenbaren: "Schwul sein war damals ein No-Go."

Das erzählt de Jong in der fast dreistündigen Geburtstags-Dokumentation "70 Jahre Bravo - Das große Jubiläum", die RTL am Sonntag, 17. Mai, um 20.15 Uhr zum Jubiläum der einst größten Jungenzeitschrift der Welt sendet. Er berichtet, dass ein Outing damals nicht infrage kam. "Unser Manager sagte mal 'Zum Glück gibt's keine schwulen Männer in meiner Band'. Wenn du das hörst als junger Mann, dann war klar: Das war nicht möglich." Man hatte ihnen eingebläut: "Wenn man in einer Boyband erfolgreich sein will, dann muss man für die Mädchen zu haben sein."

Das führte zu fast surrealen Situationen. Auf dem Höhepunkt seiner Popularität wurde Eloy de Jong bei "BravoTV" von Margit Tetz aus dem "Dr. Sommer-Team" gefragt, wie seine Traumfrau sein müsse. Eloy gab bereitwillig Antwort: "Meine Traumfrau sollte ganz romantisch sein." Das war problematisch für de Jong, denn er stand ja nicht auf Mädchen und hatte sich noch nie einen Kopf darum gemacht, wie "seine ideale Frau" sein müsse. Er machte seinen Frieden damit, durch einen Kniff. "Das war nicht gelogen. Nur habe ich im Kopf halt das Geschlecht getauscht."

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Eloy de Jong: "Jahrelang hatten wir so Angst"

De Jong kam, dank der "Bravo", mit seinem Freund zusammen. Bei einer Aftershow-Party nach einer "Bravo Super-Show" verliebte er sich in Stephen Gately von den Boyband-Kollegen Boyzone. Die beiden wurden ein Paar und blieben es bis 2002. "Er war damals meine große Liebe. Wir hatten Spaß und haben uns viel Kraft gegeben."

Aber sie gingen durch schwere See. "Jahrelang hatten wir so Angst", berichtet Eloy. Denn stets mussten sie befürchten, dass jemand ihre geheim gehaltene Liebe öffentlich machte. "Da beschlossen wir, selbst unsere Geschichte zu erzählen." Sie waren die ersten Boygroup-Stars, die sich outeten.

Die "Bravo" berichtete "Steve & Eloy: 'Ja, wir lieben uns!'" Eloy erinnert sich in der Doku: "Das war die wichtigste Story meines Lebens." Auf dem Titel sei aber Britney Spears abgebildet gewesen. "Das zeigt auch, wie die 'Bravo' funktioniert hat." Seinem 2009 verstorbenen Ex-Freund setzte Eloy 2018 ein musikalisches Denkmal und nahm mit "Egal, was andere sagen" eine deutsche Version des Boyzone-Hits "No Matter What" auf.

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