Christin Stark bei "Riverboat"

Schlagerstar spricht in TV-Talk über Fehlgeburt: "Wenn ich schweige, tun es vielleicht auch andere"

27.04.2026 von SWYRL

Vor wenigen Monaten machte Christin Stark ihre Fehlgeburt öffentlich - aus gutem Grund, wie die Schlagersängerin und Ehefrau von Matthias Reim nun im MDR-Format "Riverboat" erklärte: Sie habe anderen Frauen Mut schenken wollen.

Im Februar teilte Christin Stark auf Instagram mit, dass sie eine Fehlgeburt erlitten habe. Sie gehe damit an die Öffentlichkeit, um auf all jene Frauen aufmerksam machen, die ähnliche Schicksalsschläge durchmachen und dennoch weiter "funktionieren" müssen, schrieb sie damals. Im MDR-Talk "Riverboat" erklärte die 36-Jährige nun ihren Schritt in die Öffentlichkeit.

Moderator Wolfgang Lippert wollte wissen, weshalb sie das Thema öffentlich gemacht habe. Viele Frauen würden ein vorzeitiges Ende der Schwangerschaft eher für sich behalten. Stark betonte: "Es geht bei diesem Post nicht um mich." Sie habe mit ihrem Beitrag vor allem "anderen Frauen Mut" machen wollen.

Die Sängerin schilderte ihre Gefühle nach dem Verlust offen. "Ich habe diese Einsamkeit gespürt, diese Verletzlichkeit, dieses Gefühl von Hilflosigkeit." Bis heute handle es sich beim Verlust ungeborener Kinder häufig um ein Tabuthema: "Wenn wir einen Schicksalsschlag erleiden wie eine Fehlgeburt, rutscht das ganz oft in eine Stille."

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"Ich wurde toll aufgefangen von meinem Mann"

Gerade deshalb habe sie sich bewusst für Offenheit entschieden. "Wenn ich schweige, tun es vielleicht auch andere. Das möchte ich verhindern. Jeder darf jedes Gefühl fühlen." Einen gesellschaftlichen "Rachefeldzug" wolle sie nicht führen, stellte die Ehefrau von Matthias Reim indessen klar. Sie äußere "lediglich eine Bitte" um Verständnis, "dass wir keine Maschinerie sind, die alles irgendwie wegstecken und jeden Tag aufs Neue funktionieren".

Auch Christin Stark habe erwägt, sich zurückzuziehen. "Decke über den Kopf - dann bekommt es keiner mit." Getragen habe sie jedoch ihre Familie. "Ich wurde toll aufgefangen von meinem Mann. Meine Mama war an meiner Seite. Ich hatte Zeit, diese Wunde langsam heilen lassen zu können."

Dass sie sich mit ihrer Offenheit verletzlich mache, sei ihr bewusst gewesen. Aufmerksamkeit habe sie nicht gesucht. Im Mittelpunkt hätten für sie vielmehr "die Frauen da draußen" gestanden, "die das erleben und heimlich zu Hause im Badezimmer zusammenbrechen - und am nächsten Tag trotzdem wieder aufstehen und weitermachen, weil sie stark sein müssen".

Mit Matthias Reim ist Christin Stark seit 13 Jahren liiert. Im April 2020 heiratete das Paar, 2022 erblickte eine gemeinsame Tochter das Licht der Welt.

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