20.05.2026 von SWYRL
Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat in vielen Lebensmitteln mehrfach Rückstände von Pestiziden nachgewiesen, die in der EU verboten sind. Betroffen sind unter anderem Produkte von Edeka, Lidl, Rewe, Aldi, Teekanne, Meßmer oder Ostmann. In drei Proben wurden die Grenzwerte überschritten.
Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat in einem internationalen Labortest zahlreiche, in der EU verbotene Pestizide in Lebensmitteln wie Reis, Tee oder Gewürzen nachgewiesen. Betroffen waren unter anderem Eigenmarken der Supermarktketten Edeka, Lidl, Rewe und Aldi sowie Produkte von Teekanne, Meßmer und dem Gewürzhersteller Fuchs/Ostmann. Die Pestizide sind zwar in der EU verboten, über importierte Lebensmittel aus anderen Herkunftsländern landen sie aber dennoch im Supermarktregal. Von der Politik fordert Foodwatch deshalb, dass entsprechende Lebensmittel nicht mehr in die EU importiert werden dürfen.
Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.
Zwei von drei getesteten Produkten mit Pestiziden belastet
Insgesamt haben die Verbraucherschützerinnen und Verbraucherschützer 64 Produkte aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich und Österreich im Labor untersuchen lassen. In 43 davon wurden Rückstände von einem oder mehreren in Europa verbotenen Pestiziden gefunden. Bei Paprikapulver, Chili, Kreuzkümmel und grünem Tee war das sogar bei allen untersuchten Proben der Fall.
Markenprodukte in Deutschland mehrfach belastet
Aus Deutschland wurden 19 Produkte untersucht, verbotene Pestizide wurden in 13 Proben gefunden. Drei Produkten überschritten sogar den zulässigen Grenzwert. So wurden im Fuchs Kreuzkümmel sechs verschiedene Pestizid-Rückstände gefunden, vier davon sind nicht in der EU zugelassen. Das Herbizid Flamprop überschritt den Grenzwert um das 165-fache. Auch die Lidl-Eigenmarke Kanta Kreuzkümmel wies dieses Pestizid auf, hier wurde der Grenzwert sogar um das 217-fache überschritten. Der Kreuzkümmel von Ostmann war mit zwei nicht zugelassenen Pestiziden belastet.
Bei Paprikapulver zeigt sich ein ähnliches Bild. In den Produkten Ostmann Paprika rosenscharf, Le Gusto Paprika edelsüß (Aldi Eigenmarke), Kania Paprika edelsüß (Lidl Eigenmarke) und Ja! Paprika edelsüß (Rewe) wurden jeweils mindestens drei verbotene Pestizide entdeckt. Die meisten Pestizide-Rückstände enthielt der REWE Chili Mix. Hier wurden 22 verschiedene Stoffe gefunden, sieben davon sind nicht in der EU zugelassen, der Stoff Chlorfenapyr lag über dem Grenzwert.
Auch Tees sind belastet. In dem Tee Teekanne Feinster Grüner Tee und im Meßmer Grüner Tee wurden jeweils zwei nicht zugelassene Pestizide gefunden. Der ja! Basmati Reis von Rewe ist ebenfalls mit zwei verbotenen Stoffen belastet, im EDEKA Herzstücke Langkornreis wurden Rückstände eines verbotenen Stoffes gefunden.
Diese Produkte erhalten keinerlei Pestizid-Rückstände
Foodwatch weist jedoch auch darauf hin, dass einige der getesteten Lebensmittel keinerlei Pestizidrückstände aufwiesen. Dazu gehören:
- Dr. Oetker Milchreis
- Oryza Ideal Reis
- Ben's Original
- Magen-Darm-Kindertee von Mivolis
- "Westminster"-Schwarztee (Aldi Eigenmarke)
- Lord Nelson Schwarzer Earl Grey (Lidl Eigenmarke)


