26.01.2026 von SWYRL
Souverän und strukturiert kocht sich Ex-Chemiker Benni (29) zum Auftakt von "Das perfekte Dinner" (VOX) in Aachen durch sein komplexes Menü mit molekularem Einschlag. Die Gäste sind ein wenig überfordert - bis sie Basti zur exklusiven Tanzstunde in seine Küche lädt.
"Darf ich bitten?" Zum Auftakt von "Das perfekte Dinner" in Aachen wartet ein äußerst gepflegter junger Mann mit exzellenten Umgangsformen auf seine Gäste. Basti (29) hat einen Master of Science in Chemie, wirkt tatsächlich recht naturwissenschaftlich und beschreibt auch seine Arbeitsweise in der Küche als "strukturiert".
Schönes Detail: Durch Bastis ausladende Küche mit neun Meter Küchenzeile ("Ich weiß nicht, wie man mit weniger Fläche klarkommt") samt aktueller Verlängerung für den Anlass lässt sich geradezu tanzen. Spoiler: Das wird gegen Dinner-Ende auch passieren!
Basti erlebte nämlich einen radikalen Berufswechsel, machte sein großes Hobby zum Beruf und unterrichtet seit fünf Jahren in seiner eigenen Tanzschule. Sein Mann Marcel (31) ist Opernsänger. Zum Haushalt gehören noch Hund Henry und Schildkröte Paula: "Die haben wir beim Hauskauf miterworben."
Bei seinem Dinner mischt Basti alles, was er liebt: Struktur, Choregrafie, perfektionistischen Anspruch und eine Prise Überraschung.
Motto: Bastis Lieblingszutaten
- Vorspeise: Variationen vom Lachs treffen auf Dill, Zitrone und Gurke
- Hauptspeise: Zartes Rinderfilet trifft auf wilden Brokkoli, Kartoffeln, Schalotten und Parmesan
- Nachspeise: Mein Glanzstück: Pistazien-Himbeertörtchen
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Kim will die Vorspeise lieber nicht "kaputtmachen"
Ein Törtchen lässt sich natürlich einfach backen - nicht so bei Ex-Chemiker Basti, was er immer noch im Herzen zu sein scheint. Da sein Dessert teils gefrorene Komponenten enthält, arbeitet er mit Trockeneis: Unter Disco-ähnlichen Nebelschwaden produziert er unter Labor-Bedingungen neben Pistazien-Ganache und Vanille-Mandelmousse auch "Blitzeis" - ganz ohne Eismaschine.
Die setzt er später allerdings doch ein: Neben den schier unzähligen Einzelteilen seiner Vorspeise (gebeizter Lachs, gebratener Lachs, frittierte Lachs-Kugeln, Sesam-Chip, Gurkenröllchen, Gurkenschaum, Zitronen-Gel) produziert er auch "Dill-Eis". "Wenn es perfekt sein soll, wähle ich nicht den einfachsten Weg", lacht Basti.
Seine Gäste blicken der üppig-eleganten Vielfalt auf ihren Vorspeise-Tellern allerdings etwas "überfordert" (Alida, 68) entgegen. So fühlt sich Markus (37) "von dem Gesamtkunstwerk optisch erschlagen". Ähnlich wie Alida: "Eine Wucht, wie ein Gemälde, hat mich gefreut, es einfach anzusehen." Kim (32) will es gar nicht erst "kaputtmachen". Als sich die Gäste jedoch trauen, gibt Markus zu: "So wie's aussieht, schmeckt es auch."
"Der Nachtisch hat mich zerfetzt"
"Überwältigend", kommentiert Kevin (29): "Aber schon ganz schön frech für Tag 1." Beim Hauptgang geht die Ehrfurcht weiter: "Das Fleisch ist perfekt", schwärmt Markus. Ob dieser Vollkommenheit, will Kim "gar nicht mehr teilnehmen" - obwohl sie, vermutlich zu ihrer Erleichterung, den "Aufwand bei den Fondant-Kartoffeln" nicht schmecke.
Das überaus kunstvolle Dessert, bei dem Basti seine unter Molekularbedingungen hergestellten Törtchen auch noch mit einem glänzenden "Mirror-Glaze" vollendet, hat Kevin regelrecht aus den Schuhen: "Der Nachtisch hat mich zerfetzt. Jetzt überlege ich, wie ich hier rauskomme."
Keine Chance, Kevin: Stattdessen bittet Tanzlehrer Basti die beiden Paare seine Küche. Dort wird zum Abschluss unter seiner Anleitung noch eine flotte Sohle aufs Parkett gelegt. Was die Bewertung seines Menüs betrifft, zückt dann doch niemand die 10-Punkte-Kelle: Aber 35 Punkte und ein Disco-Fox bilden einen fulminanten Auftakt in Aachen.



