Lego Smart Play

Klemmbausteine mit Chips: Mit "Smart Play" will sich Lego neu erfinden

06.01.2026 von SWYRL/Michael Eichhammer

Unter dem Namen "Lego Smart Play" will sich der dänische Klemmbaustein-Hersteller neu erfinden - und setzt dabei auf Hightech unter den Noppen.

Vom 6. bis 9. Januar findet in Las Vegas die Hightechmesse CES (Consumer Electronics Show) statt. Schon vor dem offiziellen Beginn hatte ein Hersteller einen Stein im Brett beim Publikum - einen aus Plastik und voller Elektronik. Die Rede ist von Lego. Das dänische Bauklötzchen-Unternehmen stellte "Lego Smart Play" vor, mit es seine Klemmbausteine digitialisiert möchte. Das Unternehmen sprach vollmundig von "einer der bedeutendsten Entwicklungen seit der Einführung der Lego-Minifigur im Jahr 1978". Doch was steckt genau hinter der Vision?

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Das smarte Bauklötzchen kann Lego-Figuren orten und damit interagieren

Lego-Managerin Julia Goldin erklärte: Die Kinder seien heute "Digital Natives". Darauf wolle auch Lego reagieren, um am Puls der Zeit zu bleiben. Dafür soll ein Lego-Stein sorgen, der äußerlich den traditionellen Standardmaßen entspricht. Doch zählen beim sogenannten "Smart Brick" auch und vor allem die inneren Werte. Deswegen ist die Oberseite auch durchsichtig. Verbaut sind technische Elemente wie ein Akku, Beleuchtung, ein XS-Synthesitzer zur Geräuscherzeugung mitsamt Miniatur-Lautsprecher sowie Sensoren, die auf Bewegung, Geräusche oder Licht reagieren.

Dafür, dass all diese Mini-Technik einen multimedialen Mehrwert bietet, sorgt ein Chip im Zusammenspiel mit Zubehör wie kompatible smarte Minifiguren und "Smart-Tags". Das clevere Klötzchen "Smart Brick" kann diese elektronisch orten - dank der verbauten Magnetfelder. Was Lego in diesem Zusammenhang "Neighbour Position Measurement" (NPM) nennt, erinnert vom Prinzip an die NFC-Technologie (Near Field Communication), die beispielsweise beim smarten Handy-Bezahlen zur Anwendung kommt. Zusätzlich erkennt Legos NPM auch die Entfernung und in welchem Winkel und welcher Geschwindigkeit sich ein passendes Objekt wie eine Spielfigur bewegt. Entsprechend kann der ASIC-Chip, auf dem Legos Play Engine läuft, reagieren und Geräusche machen oder seine Beleuchtung anpassen. Aktiviert wird der Smart Brick, indem man ihn schüttelt. Aufgeladen wird er über ein Ladepad, auf dem mehrere interaktive Steine Platz finden.

Ein Beispiel für den Mehrwert: Bei einem Wettrennen wäre messbar, welches Fahrzeug gerade den Vorsprung hat und die Boliden könnten das durch unterschiedliche Leuchtzeichen verdeutlichen. Vorraussetzung dafür: Beide Fahrzeuge müssten mit einem Smart-Tag versehen werden. Diese kann man wie einen flachen Legostein an einem Objekt anbringen. Während ein Smart-Tag beispielsweise Motorengeräusche simulieren kann, macht der andere Lichtzeichen.

Die smarten Lego-Figuren haben zudem unterschiedliche digitale Signaturen, damit der Chip erkennt, mit wem er es zu tun hat. Entsprechend interagieren die Figuren - mit Geräuschen oder individueller Beleuchtung.

"Star Wars" als leuchtendes Beispiel für den Technik-Leuchtturm

Im Lego-Konzern weiß man natürlich, mit welcher Marke man die maximale Aufmerksamkeit für das neue Spielzeug erreicht: "Star Wars". Wenig überraschend also, dass neue "Krieg der Sterne"-Sets die neue Ära des smarten Spielens einläuten sollen.

Das Highlight: die 962 Teile umfassende Replik des Thronraums von Palpatine mitsamt einem A-Wing sowie smarten Figuren wie Luke Skywalker, Papa Darth Vader und natürlich dem bösen Imperator selbst. 160 Euro soll das interaktive Set kosten. Ebenfalls geplant ist ein 584 Teile umfassendes Set mit Luke Skywalkers X-Wing nebst seiner Figur und Prinzessin Leia, R2-D2, Stormtrooper und Rebell. Das dritte Set: Darth Vaders TIE-Fighter, ebenfalls mit Mini-Figuren.

Als Start für Lego Smart Play ist der 1. März anvisiert. Weitere Sets sollen folgen.

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