12.04.2026 von SWYRL/Rachel Kasuch
Mit Michael J. Fox stand für Jason Segel plötzlich ein Kindheitsheld am Set der Apple-Serie "Shrinking". Im Interview spricht er darüber, warum ihn dieser Moment bis heute bewegt - und was er über sich selbst gelernt hat.
Für viele Fans ist "Shrinking" eine Serie über Trauer, Freundschaft und zweite Chancen. Für Jason Segel (46) wurde die aktuelle Staffel jedoch zu etwas viel Persönlicherem - ausgelöst durch einen Menschen, der ihn schon seit seiner Kindheit begleitet. Im Gespräch mit der Agentur teleschau anlässlich des Staffelfinales (zu sehen bei Apple TV+) spricht der Schauspieler über die Begegnung mit Michael J. Fox (64) - und darüber, was sie in ihm ausgelöst hat. Der "Zurück in die Zukunft"-Star übernahm in der dritten Staffel der Apple-Serie eine Gastrolle.
"Ich bin mit ihm groß geworden", erinnert sich Segel, der mit "How I Met Your Mother" bekannt wurde. Die Filme und Serien von Fox hätten ihn nicht nur unterhalten, sondern geprägt. "Er war für mich immer jemand, der alles konnte - lustig sein, Menschen berühren und gleichzeitig ein echtes Leben führen." Für ihn sei Fox nie nur ein Schauspieler gewesen. "Er war wie ein Leuchtturm", sagt Segel. "So jemand gibt dir als junger Mensch eine Richtung. Du denkst: Vielleicht geht das auch für mich." Für Segel selbst ist diese Begegnung kaum in Worte zu fassen: "Wenn du jemanden triffst, der dich dein ganzes Leben begleitet hat - und plötzlich steht er vor dir - dann verändert das etwas in dir."
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"Manchmal zwingt dich eine Figur dazu, mutiger zu sein, als du es im echten Leben bist"
Denn im selben Gespräch wird deutlich: So selbstbewusst Segel auf der Leinwand wirkt, so reflektiert blickt er auf sich selbst. "Ich neige eher dazu, Dinge aufzuschieben oder es allen recht machen zu wollen", gibt er zu. Eine Ehrlichkeit, die nicht selbstverständlich ist - und die erklärt, warum ihn gerade die Rolle in "Shrinking" so verändert hat. Seine Figur Jimmy sei in vieler Hinsicht sein Gegenteil. "Jimmy versteckt sein Herz nicht. Wenn es Zeit ist, die Wahrheit zu sagen, sagt er sie", erklärt Segel.
Etwas, das er selbst bewundert. Denn genau hier beginnt für ihn der persönliche Kern der Serie: der Mut, Dinge auszusprechen - auch wenn sie wehtun. "Manchmal zwingt dich eine Figur dazu, mutiger zu sein, als du es im echten Leben bist", sagt er. Ein Prozess, der für ihn nicht immer angenehm ist - aber einer, dem er sich bewusst stellt.
"Er hat etwas eingebracht, das niemand sonst hätte zeigen können"
Doch es ist vor allem die Begegnung mit Michael J. Fox, die bei ihm etwas ausgelöst hat, das weit über "Shrinking" hinausgeht. Fox spricht seit Jahren offen über seine Parkinson-Erkrankung - und bringt genau diese Realität auch in die Serie ein. Für Segel ein Moment, der ihn tief beeindruckt hat. "Er hat etwas eingebracht, das niemand sonst hätte zeigen können", sagt der 46-Jährige.
Was ihn besonders bewegt hat: die völlige Offenheit. "Es ist schon schwer genug, vor der Kamera zu stehen, wenn man sich gut fühlt", sagt Segel. "Aber sich so verletzlich zu zeigen - das ist unglaublicher Mut." Und vielleicht sei genau das der Kern von allem: "Das sind diese seltenen Momente, in denen du merkst: Das hier ist größer als nur ein Job."



