07.04.2026 von SWYRL/Hans Czerny
Was ist Wut? Warum werden wir aggressiv, und vor allem: Warum steigert sich das in letzter Zeit? 3sat bringt eine Dokumentation und eine Diskussion zum Thema.
Die Meldungen von Übergriffen auf Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungsdienste mehren sich in letzter Zeit. 19.500 Übergriffe auf Einsatzkräfte soll es 2024 gegeben haben, 600 Polizisten wurden verletzt, hundert davon schwer. Was löst Wut in uns aus - und warum steigert sie sich gegenwärtig so sehr? Zu behaupten, dass Wut ein urmenschliches Bedürfnis sei, hilft bei der Beantwortung dieser Frage nicht viel, es hilft allerdings möglicherweise bei deren Besänftigung. Die Wissenschaftssendung "Nano" versucht, das Phänomen in einer Dokumentation mit dem Titel "Immer mehr Wut - Warum sind wir so aggressiv?" und einer anschließenden Expertendiskussion ("Neuer Faschismus - Freie Wahlen in die Unfreiheit") zu klären.
Dabei kommt zum Vorschein, dass Wut auch durchaus Positives bewirken kann, als Auslöser für vernunftgeleitete Aktionen. "Wut mobilisiert, macht Missstände sichtbar und verändert unser Zusammenleben stärker, als vielen bewusst ist", heißt es in der Vorankündigung zum Film "Immer mehr Wut - Warum sind wir so aggressiv?" von Christine Binder und Luzie Funke.
Wut macht sich allerdings nicht nur in der Öffentlichkeit bemerkbar, sie nimmt auch unmittelbar Einfluss auf unseren Körper. Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden ausgelöst und wirken als Trigger, die unsere Gesundheit beeinträchtigen können. Die Nano-Doku zeigt aber auch Menschen, die lernen, ihre Wut zu bewältigen. Und sie zeigt, wie aus einem explosiven Gefühl ein Werkzeug für positive Veränderung und ein besseres Miteinander werden kann.



