Zu viel Plastikmüll

EU verbietet künftig Plastik-Blumentöpfe

26.01.2026 von SWYRL

Pflanzen in Plastik-Blumentöpfen aus dem Super- oder Baumarkt mit nach Hause zu nehmen, wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. So will es eine neue Richtlinie der EU.

Pflanzentöpfe aus Plastik finden sich in jedem Super- und Baumarkt. Sie sind eine praktische Methode, um Pflanzen zu kaufen und sicher nach Hause zu transportieren. Doch diese Pflanztöpfe wird es in Zukunft wohl nicht mehr geben. So will es das neue Verpackungsrecht der EU, wie "t-online.de" berichtet.

Zuvor fielen dem "Europäischen Green Deal" (Revision of Directive 94/62/EC on Packaging and Packaging Waste (REFIT)) bereits die Plastiktüten im Einzelhandel zum Opfer, auch die Plastik-Obstbeutel im Supermarkt wird es ab 2030 nicht mehr geben. Da es sich bei den Plastiktöpfen ebenfalls um Einwegprodukte handelt, sollen Sie bis 2030 aus dem Handel verschwinden. Dadurch kommen auch auf Verbraucherinnen und Verbraucher Veränderungen zu.

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Bisherige Ausnahmereglung ist hinfällig

Mit der überarbeiteten Verpackungsordnung möchte die EU die Müllmengen, insbesondere den Plastikmüll, reduzieren. Zunächst waren jedoch Blumentöpfe, Pflanztöpfe und Saatschalen, die während der Produktion oder für den Verkauf von Pflanzen verwendet werden, von dem "Plastik-Verbot" ausgenommen. Laut "t-online.de" zeigt nun ein EU-Dokument, das dem Zentralverband Gartenbau (ZVG) vorliegt, dass diese Ausnahme nun anscheinend nicht mehr gilt.

Hans Joachim Brinkjans, stellvertretender ZVG-Generalsekretär, kritisierte laut "t-online.de" die Änderung: "Die Auslegung der Kommission ist überraschend sehr weit gefasst und deckt sich nicht mit der Listung von Blumentöpfen im Anhang der EU-Verpackungsverordnung."

Alternative noch nicht in Sicht

Auf den Einzelhandel sowie Verbraucherinnen und Verbraucher kommen durch das Verbot von Plastik-Pflanztöpfen Veränderungen zu. Zwar können Pflanzen weiterhin verkauft werden, allerdings muss sich die Verpackung ändern. In welcher Verpackung Blumen in Zukunft jedoch angeboten werden, ist noch nicht in Sicht. Möglich wären etwa Gefäße aus "industriell kompostierbaren" Materialien. Darin wird in der Industrie zwar auch getüftelt, umsetzbar ist dieses Konzept bisher jedoch noch nicht. Verpackungen auf Basis von Papier oder Pappe sind weniger geeignet für Pflanzen, die bis zum Zeitpunkt des Verkaufs auch gegossen werden müssen.

Möglich wären etwa Gefäße aus Terrakotta oder Ton, jedoch sind diesen nicht nur nicht bruchsicher, sondern bringen auch einiges an Gewicht mit. Das würde die Transportkosten erhöhen. Auch ein Mehrwegsystem wäre denkbar, Aber auch das würde mehr Aufwand und höhere Kosten bedeuten, die am Ende auf die Verbraucherinnen und Verbraucher umgelegt würden.

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