Neustarts

Eine "Extrawurst" für den Türken? Das sind die Kino-Highlights der Woche

14.01.2026 von SWYRL/Jonas Decker

"28 Years Later: The Bone Temple", "The Housemaid - Wenn sie wüsste" und "Extrawurst", Marcus H. Rosenmüllers neue Komödie, in der die geplante Anschaffung eines Grills für riesigen Zoff in einem Tennisverein sorgt: Das sind die Kino-Neustarts am 15. Januar.

Bekommt der Türke seinen eigenen Grill? Die Frage ist natürlich alles andere als harmlos und unverfänglich, das darin enthaltene Konfliktpotenzial erkennt in diesen Zeiten wohl jeder erwachsene Mensch sofort. Aber muss man darüber gleich einen ganzen Glaubenskrieg starten? In einer neuen Komödie von Regisseur Marcus H. Rosenmüller jedenfalls kommt es ziemlich genau so: Die Adaption eines gleichnamigen Theaterstücks erzählt von einer "Extrawurst", die einen kleinen Tennisverein zu zerreißen droht.

Außerdem neu im Kino: Mit "28 Years Later: The Bone Temple" startet der zweite Teil der neuen Zombiefilm-Trilogie, und in dem abgründigen Thriller "The Housemaid" schlüpft Sydney Sweeney in die Rolle eines Hausmädchens, das nur wenig Zeit für den Haushalt hat.

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Extrawurst

Es beginnt mit einer unscheinbaren Mitgliederversammlung im Provinz-Tennisclub von Lengenheide. Der Vorsitzende Heribert (Hape Kerkeling) startet eine Abstimmung, wobei, richtig abstimmen muss man da eigentlich nicht: "Wir kaufen einen neuen Grill, weil der alte ist Schrott. Kein Widerstand? Einstimmig angenommen!" Heribert möchte schon zum nächsten Tagesordnungspunkt übergehen, da hakt Melanie (Anja Knauer) doch noch einmal ein. "Wäre das nicht eine nette Geste, wenn wir für Mitglieder mit türkischem Migrationshintergrund auch einen zweiten Grill dazuholen?" Eine nette Geste, ja, weil Muslime kein Schweinefleisch essen dürfen und überhaupt auch nichts von einem Grill, auf dem Schweinefleisch gelegen hat.

Erol (Fahri Yardim), das einzige "Mitglied mit türkischem Migrationshintergrund" im Verein, winkt dankend ab - ein eigener Grill für ihn sei wirklich nicht nötig. Aber da entbrennt um ihn herum bereits eine heftige Diskussion, ein wilder Schlagabtausch sozusagen, bei dem bald schon niemand mehr auf die feine Tennis-Etikette achtet. Schweinefleisch-Fans gegen Vegetarier, Gläubige gegen Atheisten, Deutsche gegen Türken - bei diesem Streit in Lengenheide wird schnell klar, dass es um viel mehr geht als nur einen Grill.

Erdacht wurde die Geschichte von den Autoren Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob, die das "Extrawurst"-Theaterstück bereits 2019 schrieben und auch das Drehbuch zum Kinofilm von Regisseur Marcus H. Rosenmüller ("Wer früher stirbt ist länger tot") erarbeiteten. Neben Hape Kerkeling, Anja Knauer und Fahri Yardim standen unter anderem auch Christoph Maria Herbst, Friedrich Mücke, Gaby Dohm und Milan Peschel für die Gesellschaftskomödie vor der Kamera.

28 Years Later: The Bone Temple

Wenn die moderne Zivilisation in sich zusammenfällt, wie geht es dann mit den Menschen weiter? Wie sieht die Welt aus, 28 Tage nach der großen Katastrophe? Wie nach 28 Wochen? Nach 28 Jahren? Bislang drei "28"-Horrorfilme erörterten dieses Thema, alle gemeinsam ausgehend von einem Worst-Case-Szenario mit "Wut-Virus" und Zombie-Apokalypse. Aber es gibt in dieser kaputten Welt voller Schrecken und Grausamkeiten noch einiges mehr auszuleuchten, deshalb geht das Franchise nun mit "28 Years Later: The Bone Temple" in die vierte Runde.

Danny Boyle und Alex Garland waren 2002 die kreativen Köpfe hinter dem Auftaktfilm "28 Days Later". Mit der Fortsetzung "28 Weeks Later" (2007) hatten sie nicht mehr viel zu tun, dann aber kehrten Boyle und Garland 2025 mit "28 Years Later" zurück. Der Film wurde von Fans und Kritik sehr wohlwollend aufgenommen und sollte den Auftakt einer neuen Trilogie bilden. Die Dreharbeiten zu "28 Years Later: The Bone Temple" begannen direkt im Anschluss an die Produktion von "28 Years Later". Wieder schrieb Alex Garland das Drehbuch, den Regie-Posten überließ Danny Boyle diesmal jedoch seiner amerikanischen Kollegin Nia DaCosta ("Candyman", "The Marvels").

Anknüpfend an die Ereignisse des Vorgängerfilms, steht wieder Ralph Fiennes als ehemaliger Arzt Dr. Ian Kelson im Fokus. Der Forscher sucht weiterhin seine eigenen Wege im Umgang mit dem "Wut-Virus" - was dabei in "The Bone Temple" herauskommt, könnte "die bekannte Welt nachhaltig verändern". Der junge Spike (Alfie Williams) schließt sich derweil dem Kult von Sir Jimmy Crystal (Jack O'Connell) an, um sich irgendwie in dieser dystopischen, lebensfeindlichen Welt behaupten zu können. Und, für Fans der "28"-Reihe besonders spannend: Auch Oscar-Gewinner Cillian Murphy ("Oppenheimer"), seinerzeit Hauptdarsteller in "28 Days Later", kommt in "The Bone Temple" wieder zu einem kleinen Auftritt. Im dritten Teil der neuen Trilogie, der sich bereits in der Entwicklung befindet, soll Murphy sogar wieder eine Hauptrolle spielen.

The Housemaid - Wenn sie wüsste

Sydney Sweeney: Derzeit gibt es in der internationalen Medienwelt nur wenig, das so viel Aufmerksamkeit erzeugt wie dieser Name. Im letzten Jahr produzierte die Schauspielerin immer wieder große Schlagzeilen, etwa damit, was sie auf dem roten Teppich trug und was sie bei Hochglanz-Fotoshootings nicht trug, oder mit einer viel diskutierten Jeans-Werbekampagne, über die zwischenzeitlich sogar US-Präsident Donald Trump sprach. Sydney Sweeney, kennt man! Aber Filme mit ihr kennen wohl nur vergleichsweise wenige Menschen. Gut, dass nun mit "The Housemaid" mal wieder einer ins Kino kommt.

"Geheimnisse lauern hinter verschlossenen Türen", heißt es unheilvoll im Trailer. Und was das für Geheimnisse sind, das wird das Hausmädchen in "The Housemaid - Wenn sie wüsste" wohl oder übel herausfinden. Sydney Sweeney spielt die Titelfigur, eine gewisse Millie Calloway, die bei einer reichen Vater-Mutter-Einzelkind-Familie anheuert, um sich um den Haushalt zu kümmern. Hauptsächlich kochen und putzen, so wird ihr die Stelle erklärt. Sonderlich viel geputzt und gekocht wird im Psychothriller "The Housemaid" allerdings nicht. Stattdessen gibt es eine Menge Terror und Geschrei.

"The Housemaid - Wenn sie wüsste" basiert auf einer literarischen Vorlage der amerikanischen Autorin und Ärztin Freida McFadden. Die internationale Bestseller-Reihe wird zuweilen in die "Schundroman"-Ecke gestellt und als "Trash" bezeichnet, in eine ähnliche Richtung gehen auch die Meinungen zur Verfilmung von Regisseur Paul Feig. Gleichzeitig hoben nach dem US-Kinostart im Dezember viele Kritiker den hohen Unterhaltungswert hervor, der fraglos auch mit der starken Besetzung zu tun hat: Neben Sydney Sweeney spielt Amanda Seyfried als Nina Winchester eine weitere Hauptrolle - die Frau, die Millie als Hausmädchen anstellt und ins Innere der Familie holt. Damit beginnt ein wendungsreicher Horrortrip, der hier auch noch nicht endet: Ein zweiter "The Housemaid"-Film ist bereits in Arbeit.

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