Vena - So. 01.03. - ARD: 23.35 Uhr

Die inneren Dämonen einer Mutter

27.02.2026 von SWYRL/Paula Oferath

Jenny erwartet ein Kind, doch sie ist abhängig von Crystal Meth. Schafft sie es, für ihr ungeborenes Wunder ihr Leben umzukrempeln? Oder ist ihre Vergangenheit stärker als die Hoffnung auf einen Neuanfang?

Wie verläuft eine Schwangerschaft, wenn die werdende Mutter täglich gegen ihre inneren Dämonen kämpfen muss? Das mehrfach für den Deutschen Filmpreis nominierte Drama "Vena" (2024) erzählt die Geschichte der jungen Jenny (Emma Nova), die ungeplant von ihrem Freund Bolle (Paul Wollin) schwanger wird. Überfordert vom eigenen Leben sucht sie immer wieder Zuflucht in den Drogen, um der Realität zu entkommen. Als das Jugendamt von der Schwangerschaft erfährt, wird ihr die Familienhebamme Marla (Friederike Becht) zur Seite gestellt. Zunächst begegnet Marla Jenny mit Skepsis, denn Jenny hat bereits ein Kind, das nun bei ihrer Mutter Renate (Barbara Philipp) lebt. Die Angst steht im Raum, auch das Sorgerecht für ihr zweites Kind zu verlieren.

Entgegen aller Erwartungen entwickelt sich zwischen Jenny und Marla eine besondere Verbindung. Hoffnung keimt auf, dass Veränderung möglich sein könnte. Doch Jennys Vergangenheit lässt sie nicht los und droht, alle mühsam errungenen Fortschritte zunichtezumachen.

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Schmerzhaft, aber wahr

Schonungslos und ehrlich erzählt Regisseurin und Drehbuchautorin Chiara Fleischhacker in ihrem Debüt die Geschichte einer Frau, die mit aller Kraft versucht, eine gute Mutter zu sein. Der Film scheut sich nicht vor Traurigkeit und Verzweiflung und zeigt, wie früh der Lebensweg eines Kindes geprägt wird, oft bereits im Mutterleib. Auch wenn man von außen den Wunsch verspürt, jener Jenny helfen zu wollen, wird schnell deutlich, dass echte Veränderung nur von ihr selbst ausgehen kann.

Mit sparsam eingesetzter Musik, eindringlichen schauspielerischen Leistungen und einer Thematik, die nah am Leben ist, bleibt "Vena" lange im Gedächtnis und wirkt nach. Seine Premiere feierte das Drama am 1. Oktober 2024 beim Filmfest Hamburg. Das Erste zeigt den Film erstmals im Free-TV, zudem ist er in der ARD Mediathek verfügbar.

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