28.02.2026 von SWYRL
In einem Interview zur neuen ZDF-Reihe "Der Garmisch-Krimi" spricht Schauspielerin Lavinia Wilson darüber, wie sie ihren Beruf mit dem Familienleben vereinbart. Außerdem erzählt die 45-Jährige vom ungewöhnlichen Traumjob ihrer Kinder und warum sie den Berufswunsch "Schauspieler" kritisch sähe.
Wie organisiert eine vielbeschäftigte Schauspielerin wie Lavinia Wilson zwischen Drehstress und drei Schulkindern eigentlich ihren Alltag? Für die gebürtige Münchnerin ist die Antwort klar: "Gleichberechtigt. Wir wechseln uns ab. Trotz der Trennung sind wir ein sehr zugewandtes Elternpaar", verrät sie im Gespräch mit der Nachrichtenagentur teleschau. Seit 2020 ist die 45-Jährige, die bereits im Alter von elf Jahren ihr Kinodebüt gab, nicht mehr mit ihrem Schauspielkollegen Barnaby Metschurat liiert. Doch statt Rosenkrieg setzen die beiden auf Teamarbeit.
Früher durften die Kinder ihre Mutter sogar zu Dreharbeiten begleiten. Inzwischen ist das nicht mehr möglich, da alle drei mittlerweile zur Schule gehen. "Der Älteste ist elf. Sie werden langsam unabhängiger, da gibt's Licht am Ende des Tunnels", scherzt die Wahlberlinerin. Ganz so leicht ist es aber nicht, wie die Mutter im Interview durchblicken lässt: "Aber klar, es ist ein wahnsinniger Aufwand und Care-Arbeit." Sie findet, "darüber hinwegzuwischen" und sich über "mental load" lustig zu machen, sei "leicht getan", wenn man diese Probleme selbst nicht habe.
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"Die wollen natürlich alle YouTuber werden"
Dass ihre Jungs selbst einmal Schauspieler werden wollen, wünscht sich dich dreifache Mutter allerdings nicht. Sie halte die Gefahr, "dass das schiefgeht", für enorm. "Gerade die deutsche Filmbranche ist in keinem optimistisch stimmenden Zustand, weil viel eingespart wird. Es werden definitiv mehr Gelder in Renten gehen als in Inhalte, denn es wird ja nicht besser über die Jahre", erklärt sie im Interview mit der Agentur teleschau.
Doch sie mache der Job "total glücklich", und ganz verbieten würde sie ihn ihren Söhnen dennoch nicht. "Aber das muss man sich genau überlegen. Bisher interessieren sie sich aber nicht dafür. Die wollen natürlich alle YouTuber werden", verrät Lavinia Wilson. Deshalb sei sie "sehr streng, was die Bildschirmzeit angeht". Und doch nimmt die Schauspielerin es mit Humor: "Aber so muss es sein: dass die Elterngeneration die Kindergeneration nicht ganz versteht. Teilweise finde ich es sehr lustig."
Das Interview entstand anlässlich der neuen ZDF-Reihe "Der Garmisch-Krimi", in dem Lavinia Wilson die etwas eigenwillige Ex-Kommissarin Ira Zach spielt, die trotz ihres Jobs im Baumarkt das Herumschnüffeln in den Mordfällen ihrer früheren Kollegen nicht lassen kann. Im Auftaktfilm "Wolfsmord" (am Samstag, 28. Februar, 20.15 Uhr) versucht sie, dem Mörder eines Tierschützers auf die Schliche zu kommen.



