Steve Jobs
Als er gemeinsam mit Steve Wozniak am 1. April 1976 sein Unternehmen in einer Garage gründete, konnte Steve Jobs (Bild) sicher nicht ahnen, dass er bald mit seinen Heimcomputern, später mit Smartphones und anderen Gadgets Technikgeschichte schreiben würde. Und natürlich ist die 50-jährige Geschichte von Apple zu großen Teilen eine Erfolgsgeschichte - doch auch Jobs und seine Mitstreiter hatten nicht immer das richtige Gespür: Die Galerie zeigt die größten Apple-Flops ...
© Tim Mosenfelder/Getty ImagesMacintosh Portable
Mit dem Macintosh Portable wagte Apple 1989 den Einstieg in tragbare Computer. Das Gerät erwies sich als schwer und unhandlich: Der klobige Plastikklotz wog mehr als 7 kg und war etwa 10 cm dick. Zusätzlich kam es zu Konstruktionsproblemen, durch die sich das Modell teilweise nicht einschalten ließ, selbst wenn es an das Stromnetz angeschlossen war. Die Bezeichnung "portabel" entsprach damit nur eingeschränkt den tatsächlichen Eigenschaften dieses frühen Versuchs im Laptop-Segment.
© Von Rama - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.0 fr, https://commons.wikimedia.org/Apple Newton
Der vergessene Vorfahre des iPads: Obwohl Apple sich gegen den Arbeitstitel "BrainAmplifier" und für den Produktnamen "Newton" entschied, war dem handlichen Gerät kein Erfolg beschienen. Einer der Gründe war Steve Jobs höchstpersönlich, denn er fand das Gerät total daneben. Nach seinem Wiedereinstieg bei Apple 1998 stoppte er die Produktion und die Idee endete auf dem Müll - und zwar wörtlich.
© AppleApple Pippin
Mit dem Pippin versuchte Apple, im Markt für Spielkonsolen Fuß zu fassen. Das System kombinierte Konsole und vernetzten Computer, konnte sich jedoch in keinem der beiden Bereiche etablieren. Technische Einschränkungen wie ein 14,4-kbit/s-Modem sowie fehlende Unterstützung großer Spieleentwickler begrenzten die Einsatzmöglichkeiten. Auch der Einführungspreis von 599 US-Dollar erwies sich als hinderlich. Bereits 1997 wurde der Pippin wieder vom Markt genommen.
© By Evan-Amos - Own work, Public Domain, https://commons.wikimedia.orgApple eMate
Der eMate war eine Kombination aus Laptop und PDA und nutzte die Software des Newton. Mit einem Preis von 799 US-Dollar gehörte er zu den günstigeren Geräten im Apple-Portfolio. Allerdings wurde das Modell ausschließlich an Bildungseinrichtungen verkauft, wodurch der potenzielle Kundenkreis stark eingeschränkt blieb. Trotz eines Designs, das später Einfluss auf iMac und iBook hatte, wurde der eMate bereits elf Monate nach seiner Einführung wieder eingestellt.
© By Felix Winkelnkemper - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.orgApple Mouse
Apple mochte schon immer abgerundete Ecken statt rechtwinkliger Kanten: Die erste USB-Maus des Konzerns trieb das Konzept aber auf die Spitze. In der praktischen Nutzung erwies sich die runde Form als wenig ergonomisch, viele Nutzer berichteten von Schwierigkeiten bei der Handhabung. Die Maus wurde rund zwei Jahre lang mit Desktop-Macs ausgeliefert, bevor Apple das Design überarbeitete und wieder zu konventionelleren Formen zurückkehrte.
© By Factory - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.orgU2 iPod
Bei der Präsentation konnte Steve Jobs (zweiter von rechts) noch lachen: In Kooperation mit der Band U2 brachte Apple eine Sonderedition des iPods auf den Markt. Das Gerät verfügte über ein rotes Click Wheel, exklusive Inhalte und eingravierte Unterschriften der Bandmitglieder. Technisch entsprach es den Standardmodellen, lag preislich jedoch rund 50 US-Dollar darüber. Diese Kombination aus Zusatzkosten und begrenztem Mehrwert führte dazu, dass das Modell nur auf verhaltene Nachfrage stieß.
© Tim Mosenfelder/Getty ImagesPower Mac G4 Cube
Der Power Mac G4 Cube setzte auf ein kompaktes, würfelförmiges Design und wurde als besonders innovativer Desktop-Computer positioniert. Allerdings war das Gerät teurer als vergleichbare Modelle und wurde ohne Monitor ausgeliefert. Zudem ließ es sich weniger flexibel aufrüsten als andere Rechner im Sortiment. Die geringe Nachfrage führte dazu, dass Apple die Produktion bereits nach einem Jahr wieder einstellte.
© Apple / Getty ImagesMacintosh TV
In diesem Fall war Apple dem Markt einfach zu weit voraus: Smart-TVs und andere Geräte wie Rokus und Chromecasts sind heute beliebt, doch der 1993 eingeführte Macintosh TV hatte gravierende Nachteile. Man konnte den 14-Zoll-Bildschirm entweder als Computermonitor oder als Fernsehbildschirm nutzen - aber nicht beides gleichzeitig. Außerdem kostete er über 2.000 Dollar.
© By Ben Boldt at English Wikipedia - Transferred from en.wikipedia to Commons by Kyro using CommonsHelper., Public Domain, https://commons.wikimedia.orgLisa I
Der Lisa I (Bild von einer Apple Convention 1983 in Boston) war sowohl ein erstaunliches Stück Technik als auch ein völliger Misserfolg: Er war der erste Personal Computer, der eine grafische Benutzeroberfläche bot. Diese eine Funktion sollte den unglaublichen Preis von fast 10.000 Dollar rechtfertigen. Während das Display für die damalige Zeit revolutionär war, war der Computer selbst eher langsam und schwer zu bedienen. Apple gab schließlich auf und ermöglichte es den Käufern, die Geräte gegen andere Modelle einzutauschen.
© Von Alan Light - Flickr: Apple Computer, 1983 (Lisa), CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.orgApple FireWire
FireWire (Bild, Firewire-800-Buchse in der Mitte) wurde von Apple als leistungsfähige Alternative zu USB entwickelt und entsprechend vermarktet. In der praktischen Nutzung war der Geschwindigkeitsvorteil für viele Anwender jedoch kaum spürbar. Zusätzlich verlangte Apple Lizenzgebühren von Herstellern, die die Schnittstelle integrieren wollten. Dies führte dazu, dass viele Anbieter darauf verzichteten. 2011 stellte Apple die Technologie offiziell ein.
© Von Fadi - Eigenes Werktransferred from de.wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/Itunes Ping
Ping war ein soziales Netzwerk innerhalb von iTunes, das den Austausch von Musikempfehlungen ermöglichen sollte. Nutzer konnten verfolgen, welche Titel Freunde hörten, und darauf basierend neue Musik entdecken. Trotz kostenloser Nutzung blieb das Interesse begrenzt. Viele Nutzer sahen offenbar keinen Bedarf für ein weiteres soziales Netzwerk, sodass Apple den Dienst nach rund zwei Jahren wieder einstellte.
© AppleApple eWorld
Mit eWorld versuchte Apple, einen eigenen Online-Dienst nach dem Vorbild von AOL zu etablieren. Die Benutzeroberfläche war als virtuelle Stadt gestaltet, in der einzelne Gebäude verschiedene Funktionen repräsentierten. Der Dienst war jedoch kostenintensiv und zunächst nur auf Macintosh-Computern verfügbar. Aufgrund geringer Nutzerzahlen konnte sich eWorld nicht durchsetzen und wurde 1996 eingestellt.
© By http://www.scottconverse.com/eworld1.gif, Fair use, https://en.wikipedia.org/Apple III
Nach dem Erfolg des Apple II schien es eine sichere Sache zu sein, den Rechner weiter zu verbessern. Stattdessen ließ Apple das Designteam das Ingenieursteam übertrumpfen und einen Computer mit einer Vielzahl von Mängeln entwickeln. Das Gehäuse war zu klein für die Komponenten, und es wurden keine Lüfter eingebaut, da das Designteam wollte, dass der Computer leise läuft. Das Ergebnis war eine ständige Überhitzung, bis hin zu Verformungen der Hauptplatinen und sich lösenden Komponenten.
© CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/