ARD Wissen: Artemis 2 - Zurück zum Mond - Mo. 26.01. - ARD: 23.00 Uhr

Deutschlands Schlüsselrolle bei der NASA-Mission

23.01.2026 von SWYRL/Rupert Sommer

Menschen kehren auf den Erdtrabanten zurück - erstmals seit über 50 Jahren. Die neue ARD-Doku begleitet die NASA-Crew auf dem Weg ins All und zeigt, warum Hightech aus Deutschland für die Mission unverzichtbar ist. Der "Sendung mit der Maus"-bekannte Austronaut Alexander Gerst darf da nicht fehlen.

Mehr als 50 Jahre nach den legendären Apollo-Flügen kehrt der Mensch zum Mond zurück. Die neue Dokumentation "ARD Wissen: Artemis 2 - Zurück zum Mond" begleitet die gleichnamige NASA-Mission, mit der seit Jahrzehnten wieder ein Team in die Mondumlaufbahn geschickt werden soll. Der Film von Dorothea Nölle gibt exklusive Einblicke in die Vorbereitung der historischen Sternenreise - und macht deutlich, welche zentrale Rolle deutsche Technologie dabei spielt.

Im Mittelpunkt stehen die vier Astronautinnen und Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen, die als Crew von "Artemis 2" Geschichte schreiben wollen. Die Dokumentation folgt ihnen bei ihrem intensiven Training, öffnet die Türen zu sonst unzugänglichen Bereichen der NASA und führt sogar bis ins Innere des Raumschiffs. Dabei wird spürbar, wie anspruchsvoll die Mission ist und welche körperlichen, technischen und mentalen Herausforderungen bewältigt werden müssen.

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"Maus"-Blick aus dem All auf den Heimatplaneten

Eingeordnet wird all das von erfahrenen Raumfahrtexperten, darunter die deutschen Astronauten Alexander Gerst, der schon dem ganz jungen Publikum als Weltraumerklärer in der "Sendung mit der Maus" bekannt ist, und Matthias Maurer. Sie erklären, wie die Mission abläuft, weshalb sie als nächster großer Schritt der bemannten Raumfahrt gilt und warum "Artemis 2" weit mehr ist als ein symbolischer Rückflug zum Mond. Ziel ist es, langfristig eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Erdtrabanten vorzubereiten - als Grundlage für spätere Missionen bis zum Mars.

Ein zentrales Thema der Dokumentation ist der deutsche Beitrag zur Mondmission. In Bremen baut Airbus das Europäische Servicemodul, das als Herzstück des Orion-Raumschiffs fungiert. Es versorgt die Crew mit Energie, Wasser und Sauerstoff und sorgt zugleich für den nötigen Antrieb. Ohne dieses Modul wäre ein bemannter Flug zum Mond nicht möglich. In Thüringen entstehen bei Jena-Optronik hochpräzise Sensoren, die Orion im All orientieren. Die handgefertigten Instrumente sind entscheidend dafür, dass das Raumschiff sicher auf Kurs bleibt.

Darüber hinaus zeigt der Film weitere deutsche Beiträge zur Raumfahrtforschung. In der neu errichteten Luna-Halle des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) testen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit künstlichem Mondstaub, wie sich Astronauten künftig auf der Oberfläche bewegen und arbeiten könnten. Gleichzeitig entwickeln Forscher Konzepte für Mondbasen, die Ressourcen wie Wasser und Regolith direkt vor Ort nutzen sollen. Der Mond wird so zum Testlabor für zukünftige interplanetare Missionen.

Auch in den USA ist das Filmteam nah am Geschehen: In Houston begleitet die Dokumentation die Arbeit im legendären Mission Control Room. Hier planen Flight Director und Team jedes Detail des Flugs. Die Bilder machen deutlich, wie sehr die bemannte Raumfahrt von minutiöser Vorbereitung, klaren Entscheidungen und dem Bewusstsein für mögliche Risiken geprägt ist.

Zum Abschluss stellt der Film die grundlegende Frage nach dem Sinn der Raumfahrt. Neben wissenschaftlichen Erkenntnissen berichten die Weltraum-Erkunder immer wieder vom sogenannten Overview-Effekt - dem Moment, in dem die Erde als fragile blaue Kugel im schwarzen Nichts des Alls erscheint. Ein Perspektivwechsel, der alles ändert und erklärt, warum Menschen bereit sind, für die Erforschung des Weltalls große Risiken einzugehen.

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