Computerspiele

Deutscher Computerspielpreis 2026: Virtuelle NS-Verbrecherjagd "The Darkest Files" gekrönt

30.04.2026 von SWYRL/Michael Eichhammer

"The Darkest Files" wurde beim Deutschen Computerspielpreis 2026 als bester Titel ausgezeichnet. In anderen Kategorien räumten unter anderem Ubisofts "Anno 117: Pax Romana" und "Everspace 2" ab.

Oscar-Flair im Herkulessaal der Münchner Residenz: Vor Hunderten Gästen aus der Games-Branche, Medien, Kultur, Gesellschaft und Politik wurden am Mittwochabend die herausragendsten Computer- und Videospiele aus Deutschland sowie die Teams dahinter ausgezeichnet. Der Deutsche Computerspielpreis 2026 wurde auch als Live-Stream übertragen.

Moderiert von Katrin Bauernfeind und Uke Bosse wurden bei der Award-Show Preise in 15 Kategorien verliehen. Die Preisgelder summierten sich auf insgesamt 800.000 Euro.

"Bestes Deutsches Spiel 2026" ist, so die Jury-Entscheidung, "The Darkest Files" von Paintbucket Games. Spieler und Spielerinnen schlüpfen dabei in die Rolle einer Staatsanwältin, die in der Nachkriegszeit NS-Verbrechen aufdeckt und die Täter vor Gericht bringt. Die Fälle sind real und historisch dokumentiert. Die begehrte Hauptkategorie ist mit 100.000 Euro dotiert. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär überreichte den Preis. Das Spiel gewann zudem in einer zweiten Kategorie - als "Bestes Serious Game".

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Gewinner und Verlierer zugleich

Die beiden weiteren Nominierten für das "Beste Deutsche Spiel" sicherten sie sich Auszeichnungen an anderer Stelle: So bekam die Aufbau-Simulation "Anno 117: Pax Romana" von Ubisoft Mainz den Preis für "Beste Innovation und Technologie". Das Cozy-Game "Tiny Bookshop" von neoludic games gewann in der Kategorie "Nachwuchspreis Bestes Debüt".

Zwei Preise räumte das Adventure "The Berlin Apartment" von Blue Backpack ab - für die "Beste Story" und "Bestes Grafikdesign".

Die Weltraum-Ballerei "Everspace 2: Wrath of the Ancients" von ROCKFISH Games siegte in der Sparte "Bestes Gamedesign". Zum "Studio des Jahres" gekürt wurde "weltenbauer. Software Entwicklung" aus Wiesbaden, bekannt unter anderem für "Firefighting Simulator: Ignite". Der Spieler des Jahres wurde gemeinsam von der Jury und der Games-Community auserkoren. Es ist der Gaming-Streamer Dennsen86, bekannt für seine Speedrun-Streams.

Der "Sonderpreis der Jury" ging an den Forschungsverbund RadiGaMe, der sich für digitale Demokratiebildung und Extremismusprävention engagiert - unter anderem mit Untersuchungen über die Instrumentalisierung von Gaming-Plattformen durch extremistische Strömungen.

Ausrichter des Deutschen Computerspielpreises (DCP) ist der game - Verband der deutschen Games-Branche sowie die Bundesregierung (vertreten durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt). Die nächste Preisverleihung wird 2027 in Berlin stattfinden.

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