Apocalypse Now - Sa. 13.07. - ARD: 00.45 Uhr

Das etwas andere Meisterwerk der Filmgeschichte

10.07.2024 von SWYRL/Kai-Oliver Derks

Nicht nur sein Thema machte Francis Ford Coppolas preisgekrönten Antikriegsfilm einzigartig in der Kinogeschichte, sondern auch die Hintergründe seines Entstehens. Die ARD wiederholt die Originalversion von "Apocalypse Now" aus dem Jahr 1979 nun im Nachtprogramm.

Spektakulär ist eigentlich alles an Francis Ford Coppolas Antikriegsfilm "Apocalypse Now" von 1979, der nun im Nachtprogramm der ARD wieder einmal zu sehen ist und der unter anderem mit zwei Oscars, drei Golden Globes und der Goldenen Palme in Cannes ausgezeichnet wurde: die Tatsache etwa, dass darin erstmals eine filmische Aufarbeitung des Vietnamkriegs versucht wurde; die Besetzung der Schlüsselrolle mit dem schwierigen Megastar Marlon Brando oder auch die Kosten von 30 Millionen Dollar.

1969, zur Zeit des Vietnam-Kriegs soll der US-Captain B. L. Willard (Martin Sheen) im Auftrag der CIA Colonel Walter E. Kurtz (Marlon Brando) liquidieren. Denn der ehemals hoch dekorierte und angesehene Kurtz hat sich nach Kambodscha abgesetzt, wo er sich als grausamer Diktator über einen Eingeborenenstamm aufspielt. Mit einer willkürlich zusammengesetzten Mannschaft und einem Patrouillenboot tritt Willard die Reise in den Dschungel an, die sich zu einer absurden Odyssee entwickelt.

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"Wie ein Acid-Trip"

"Ich finde, dass mein Film ein Anti-Kriegsfilm ist, und ein ehrlicher Film noch dazu. Und zwar über die Stimmung in Vietnam, die tatsächlich wie ein Acid-Trip gewesen ist", kommentierte Francis Ford Coppola den Vorwurf, er mystifiziere durch schrecklich-schöne Bilder den Krieg. Die Kritik hielt sich, was das Thema betraf, zurück, sprach aber von einem "monumentalen, glänzend inszenierten" Streifen. Bei den Filmfestspielen in Cannes feierte "Apocalypse Now" 1979 Premiere, wo er den Hauptpreis, die "Goldene Palme", erhielt. Der Kritiker des "Film-Beobachters" schrieb: "In diesem Film wird ein erschreckender Einblick in die Abgründe der menschlichen Seele gegeben, die an dramatischer Wucht nichts zu wünschen übrig lassen."

Entstanden ist dieses Meisterwerk zwischen 1976 und 1979 unter ungemein strapaziösen Bedingungen. Nicht nur, dass Hauptdarsteller Martin Sheen während der Dreharbeiten einen Herzinfarkt erlitt. Nachdem das US-Verteidigungsministerium jede finanzielle Hilfe verweigert hatte, filmte Coppola auf den Philippinen. Dort zerstörte der Taifun "Olga" jedoch die Hälfte des rekonstruierten Kriegsschauplatzes. Um die Arbeit beenden zu können, investierte der Regisseur, der zu diesem Zeitpunkt mit den ersten beiden "Der Pate"-Filmen bereits Filmgeschichte geschrieben hatte, schließlich sein Privatvermögen.

Mittlerweile ist Coppola 85 Jahre alt. Im Mai feierte er erneut Premiere in Cannes: Sein Sci-Fi-Monumentalfilm "Megalopolis", den der Regisseur angeblich seit über 40 Jahren schon im Kopf hatte und für den er erneut sehr viel Eigenkapital investierte, soll noch in diesem Jahr in den Kinos starten.

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