"Wer wird Millionär?"

"Bringt glaube ich nichts": Kunststudent verscherzt es sich mit WWM-Publikum

04.03.2024 von SWYRL/Michael Eichhammer

Szenen wie im Fußballstadion: Eine La-Ola-Welle sorgte im "Wer wird Millionär?"-Studio für Stimmung. Günther Jauch drohte im Scherz, den Saal räumen zu lassen. Das Publikum durfte sich eh auf den Schlips getreten fühlen - durch einen unbedacht sprechenden Kunststudenten.

Alexander Wilhelm aus Dresden studiert Bildende Kunst und hofft, nach dem Studium von ebendieser leben zu können. Günther Jauchs Frage, ob der "Wer wird Millionär?"-Kandidat sein fleischfarbenes Hemd selbst gebatikt hat, bejahte er. Der Moderator findet: "So sieht es aus." Nachdem das Publikum lachte, erklärte er: "Ich meine das positiv."

Seinen Versuch, derlei Textilkunst zu verkaufen, hat Alexander Wilhelm wieder aufgegeben, aufgrund der geringen Gewinnmarge bei einem Verkaufspreis von 25 Euro. Er erinnerte sich an den Rat seines Professors, für alle eigenen Kunstwerke nach dem Studium mindestens 10.000 Euro zu verlangen, "selbst wenn nur ein Farbkleks auf der Leinwand" wäre. Darüber staunte der Moderator.

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"Billiger ist hier noch nie jemand an 200 Euro gekommen"

Die 200-Euro-Frage: "Wenn La Ola einfach nicht enden will, handelt es sich sozusagen um eine ...?" Glatze, Föhnfrisur, Schmalztolle, Dauerwelle? "Ich weiß nicht, was das ist", gab Alexander Wilhelm zu. Jauch animierte daraufhin das Publikum dazu, vorzuführen, was gemeint ist. Eine La-Ola-Welle ging durchs Publikum im Studio.

Nachdem es selten vorkommt, dass Jauch den Kandidaten eine Hilfestellung gibt, war er mit der verhaltenen Dankbarkeit des Studenten nicht zufrieden: "Ja, okay, na gut!?", wiederholte Jauch vorwurfsvoll die Reaktion und empfahl dem Kandidaten, sich "eher flach auf den Boden zu legen und zu bedanken". Wilhelm nahm nach der kollektiven pantomimischen Darstellung Antwort D. Günther Jauch fand: "Billiger ist hier noch nie jemand an 200 Euro gekommen."

Im Smalltalk erfuhr Günther Jauch, dass die Familie des Kandidaten eine "Aggro-Katze" habe, die "mitunter als Psycho betitelt" würde. Jauch staunte, dass der Familie empfohlen wurde, den Vierbeiner zu einem Katzenpsychologen zu schicken. "Ist das ein Lehrberuf oder kann sich jeder so nennen?", fragte er neugierig. Dann entschied er: "Das wird meine nächste Karriere: Katzenpsychologe."

Wie beleidigt man alle Anwesenden auf einmal?

8.000 Euro wert war die Antwort auf diese Frage: "In welchem Land feierte man 2023 die prunkvolle Hochzeit von Kronzprinz Hussein und der Architektin Radschwa Al Saif?" Pakistan, Jordanien, Äthiopien oder Algerien? Alexander Wilhelm beleidigte alle Anwesenden auf einmal mit dem laut ausgesprochenen Gedanken: "Das Publikum zu fragen, bringt glaube ich nichts." Jauch schaute vielsagend in die Reihen, während die mitgereiste Schwester des Kandidaten die Hände über den Kopf zusammenschlug.

Günther Jauch kolportierte, in der russischen Version von "Wer wird Millionär?" würden bewusst falsche Antworten vorgeschlagen, um unliebsamen Kandidaten keine Bildschirmzeit mehr zu geben. "Hat es hier noch nie gegeben - aber einmal ist immer das erste Mal", drohte der Moderator im Scherz. Nachdem der 50:50-Joker nicht weiterhalf, sollte das laut Jauch "tapfere Publikum" dann doch helfen. Die Gäste waren offensichtlich nicht nachtragend: 80 Prozent plädierten richtigerweise für "Jordanien".

"Soll ich das Publikum räumen lassen?!"

Die magische 16.000-Euro-Marke sollte Alexander Wilhelm diese Summe garantieren. Allerdings nur bei korrekter Antwort, und mit der tat er sich schwer. Die Frage: "Der Duden erlaubt neben der Schreibweise zwei Lkw' auch die Plural-Form 'zwei ...'?" Zur Wahl standen: Lkwn, Lkws, Lkwen, Lkwes.

Der Telefonjoker sollte helfen, doch Jauch dachte im Vorfeld darüber nach, wie man diesen am sinnvollsten fragen könnte. Als er eine Denkpause mitten im Satz machte, die er mit "äh" füllte, lachte das Publikum. Jauch echauffierte sich augenzwinkernd: "Da mache ich mir auch einmal Gedanken, zögere eine halbe Sekunde, da wird man hier ... Soll ich das Publikum räumen lassen? Wir haben immer ein zweites Publikum, das sehr gerne ..."

Der Telefonjoker war sich "ziemlich sicher", dass "Lkws" die richtige alternative Abkürzung sei. Der Kandidat entschied: "Ich muss zocken" und folgte dem Joker-Rat. Zu Recht!

32.000 Euro wert: "Welcher Verein trauerte am 30. November 2023 auf seiner Homepage um sein Ehrenmitglied Henry Kissinger?" Union Berlin, Greuther Fürth, TSG Hoffenheim, KFC Uerdingen. Der Kandidat wusste es nicht, und Jauch verunsicherte ihn zusätzlich, mit der Frage, ob Henry Kissinger vielleicht "der Vorgänger von Harry Kane" sei. Alexander Wilhelm hatte nach der 16.000er-Marke einen Freischuss und riet: A. Falsch: Henry Kissinger wurde 1923 in Fürth geboren. Dennoch: Die 16.000 Euro waren Wilhelm sicher.

So schlugen sich die Mitstreiter

Überhangkandidat Thomas Strutz aus Neuss befand, er sei ein "Schissfuchs" und gab sich angesichts der 64.000-Euro-Frage mit 32.000 Euro zufrieden.

Sonja Schmarbeck aus dem niederbayerischen Salzweg ging mit 64.000 Euro. Die Berliner Modedesignerin Cindy Schlobinsky glaubte an Karma, plumpste auf 500 Euro und bekundete, sie hatte schon vorher "so ein Gefühl".

Zeitungsjournalist Florian Bindl aus Tännesberg in Bayern darf kommende Woche weiterspielen. Er stand am Ende der Folge bei 4.000 Euro.

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