Sänger im "Apple Music Albuminterview"

Bosse fordert Klarnamenpflicht im Internet: "Digitale Gewalt ist eben Gewalt"

21.04.2026 von SWYRL

"Wir Männer müssen aufstehen", findet Bosse. Im Interview anlässlich seines neuen Albums sprach der Sänger über digitale Gewalt - und die Konsequenzen, die diese seines Erachtens nach sich ziehen muss.

Mit seinem Song "Lass dich nicht f..." hat Bosse "ein Lied gegen digitale Gewalt" geschrieben. Wie der Musiker nun im "Apple Music Albuminterview" anlässlich seiner neuen Platte "Stabile Poesie" erklärte, habe er sich "fast zwei Monate" mit dem Thema auseinandergesetzt, unter anderem mithilfe der Organisation HateAid. Durch seine Gespräche mit Betroffenen - "gerade mit marginialisierten Gruppen" - sei ihm bewusst geworden, "wie hundserbärmlich dieses Internet sein kann und wie unfair die Leute sind".

Auch mit den Anliegen, die Collien Fernandes bereits 2024 in einer ZDF-Dokumentation über Deepfakes vorgebracht hatte, habe sich Bosse intensiv beschäftigt. "Es tut mir einfach so leid, volle Solidarität. Mein Mitgefühl", betonte er nun. "Und es muss eben Konsequenzen haben." Als Mann habe er "gut reden" in Bezug auf "diese ganzen Sachen wie Hate im Netz". Er selbst sei abgesehen von wenigen Ausnahmen "einfach nicht betroffen".

"Wir Männer müssen aufstehen, weil wir uns ändern müssen. Und es gibt einfach noch so viel zu tun und so viel Arbeit", findet der 46-Jährige. "Digitale Gewalt ist eben Gewalt. Man kann eben keinen Unterschied mehr machen zwischen dem Internet und der Realität." Wie Collien Fernandes fordert auch Bosse eine Klarnamenpflicht im Netz: "Gewalt ist Gewalt und das muss bestraft werden. Und es müssen Klarnamen aufgedeckt werden - und die Techbros müssen irgendwie reglementiert werden. All das."

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