Keine Talkshow - Eingesperrt mit Jan Fleischhauer - Do. 09.04. - ZDF: 00.45 Uhr

"Bei uns geht's zur Sache": Jan Fleischhauer streitet mit Jette Nietzard und anderen

07.04.2026 von SWYRL/Maximilian Haase

Ein geschlossener Raum, meinungsstarke Gäste und ein streitbarer Gastgeber: Jan Fleischhauer empfängt in acht neuen Folgen seines ZDF-Gesprächsformats "Keine Talkshow" unter anderem Jette Nietzard und den Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer.

Viel ist in diesen Zeiten von einer Spaltung der Gesellschaft die Rede - und zugleich davon, wie die Medien dem entgegenwirken könnten und sollten. Einen Versuch, besonders gegensätzliche Meinungen ohne schlichtende Moderation aufeinanderprallen zu lassen, startete das ZDF im Herbst letzten Jahres mit dem Format "Keine Talkshow - Eingesperrt mit Jan Fleischhauer". Nun kehrt das ungewöhnliche Gesprächsformat, in dem der streitbare Gastgeber in einem geschlossenen Raum auf seine Gesprächspartner trifft, mit acht neuen Episoden zurück.

Das Konzept bleibt simpel: zwei Menschen, ein Studio und keine Möglichkeit, dem anderen auszuweichen. Autor und "Focus"-Kolumnist Jan Fleischhauer empfängt in den je 30-minütigen Sendungen Gäste, die seine Weltanschauung fundamental herausfordern. "Der ideale Gast steht nicht am Rand, sondern will etwas bewegen. Er will entweder alle Menschen zum Verzicht aufs Fleisch bewegen oder das Auto aus der Stadt verbannen oder alle Erben enteignen", lässt sich der 63-Jährige zitieren. Weniger geeignet seien indes "Berufspolitiker, die einfach das Parteiprogramm abspulen".

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Fleischhauer über Nietzard: "Ich bin ein Riesenfan"

Waren in den ersten Episoden unter anderem Rapperin Lady Bitch Ray und SPD-Politikerin Eva-Maria Weimann zu Gast, trifft Fleischhauer auch in der zweiten Staffel auf Menschen mit politisch klarer Kante. Zum Auftakt diskutiert er mit dem Juso-Vorsitzenden Philipp Türmer unter dem provokanten Motto "Eat the Rich. Sollten wir Reiche einfach abschaffen?" über die finanzielle Verantwortung der Wohlhabenden. In der darauffolgenden Sendung trifft er auf die Ex-Sprecherin der Grünen Jugend, Jette Nietzard (Fleischhauer: "Ich bin ein Riesenfan"), um unter dem Titel "Sind die Männer einfach immer schuld?" über patriarchale Machtstrukturen zu debattieren.

"Ich mag grundsätzlich Leute, die mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg halten", sagt Fleischhauer, der sich von guten Argumenten aber überzeugen lasse: "Nichts ist langweiliger als aus Protest dagegen zu sein." Grundsätzlicher Respekt voreinander sei wichtig, einen "Ehestreit" wolle niemand sehen, so der Journalist. Allzu harmonische Debatten sollte das Publikum aber auch nicht erwarten: "Wir sind keine Konsens-Show. Bei uns geht's zur Sache. Das ist das Versprechen der Sendung."

Die neuen Folgen sind immer donnerstags zuerst als Stream abrufbar, am selben Abend nach Mitternacht sind sie dann linear im ZDF zu sehen.

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