"Bares für Rares"
In der Montagsausgabe von "Bares für Rares" (ZDF) sorgte eine altes Leuchte für Aufsehen. Gekauft hatte die Kandidatin das Stück in den 1970er-Jahren während eines Urlaubs am Gardasee - damals ohne jeden Gedanken daran, dass es sich Jahrzehnte später als echtes Anlageobjekt entpuppen könnte.
© ZDF"Bares für Rares"
Doris aus Stockstadt am Main war sich unsicher, ob für ihr Stück heute überhaupt noch Interesse bestand. Die Leuchte hatte sie 1976 während eines Urlaubs am Gardasee erworben - den damaligen Kaufpreis wusste sie noch genau: 92.000 Lire, umgerechnet rund 550 DM. Immerhin fand Lichter das Objekt auch heute noch "sehr schön", gestand er.
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Mit einem Augenzwinkern witzelte er: "Man könnte sie auch als Taucherglocke oder für die Ziehung der Lottozahlen nutzen." Experte Detlev Kümmel lachte herzlich mit. Der wusste jedoch genau, womit er es zu tun hatte: Denn die Modelle stammten von dem venezianischen Designer Carlo Nason, die in verschiedenen Ausführungen gefertigt wurden.
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Hergestellt wurde die außergewöhnliche Leuchte von der im Raum Venedig beheimateten Firma Leucos. Der Experte nannte auch den Namen des Modells: "Stalagmiti". Das Design sei überzeugend gelungen, denn die Form orientierte sich an einer Tropfsteinhöhle. Vorbild waren dabei Stalagmiten - jene Tropfsteine, die vom Höhlenboden nach oben wachsen.
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"Das Design hat voll getroffen", betonte Kümmel. Die Verkäuferin staunte nicht schlecht. Diese Assoziation hatte sie nie. Der Experte fand noch mehr lobende Worte: Die Lampe wurde "gehegt und sehr gepflegt". Produziert Anfang der 1970er-Jahre, sei der Zustand immer noch hervorragend. Das wiederum hatte auch mit dem Material zu tun.
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Die Designerleuchte war aus hochwertig verchromtem Metall und Muranoglas gefertigt - und die weltberühmte venezianische Glaskunst stand für erstklassige Verarbeitung. "Wenn sie damals 550 DM bezahlt haben, war das ein Haufen Geld - aber berechtigt", beglückwünschte sie Kümmel. Heute lag der Wunschpreis der Verkäuferin bei 200 bis 250 Euro.
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Kümmel setzte deutlich höher an und schätzte den Wert auf 500 bis 700 Euro. Doris war sichtlich überrascht und rief "Boah" aus. Und auch im Händlerraum sorgte die Leuchte für Begeisterung: Daniel Meyer sprach von "Space-Age pur", während Elisabeth Nüdling das außergewöhnliche Design an eine "coole Zauberkugel" erinnerte.
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Als Doris in den Händlerraum trat, konnte Meyer seine Begeisterung kaum verbergen: "Sie haben uns eine total verrückte, wunderschöne Lampe mitgebracht - toll!" Als sie noch den damaligen Kaufpreis veriet, fügte er hinzu: "Das war eine richtig gute Investition, denn Muranoglas gehört zu den wenigen Dingen, die im Wert deutlich gestiegen sind."
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Julian Schmitz-Avila bot zum Start 200 Euro. Doch schnell zeigte sich, dass die hochwertige Lampe bei fast allen Händlern Begeisterung auslöste - nur David Suppes blieb außen vor. Vielleicht kam der Händler aber auch bloß nicht zu Wort, denn die Gebote von Fabian Kahl, Elisabeth Nüdling, Schmitz-Avila und Meyer folgten Schlag auf Schlag.
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Meyer hoffte bei 500 Euro auf den Zuschlag, doch Doris verwies noch einmal auf Kümmels Schätzung, die den Wert der Lampe auf bis zu 700 Euro beziffert hatte. Um den Deal rasch klarzumachen, erhöhte Meyer sein eigenes Gebot auf 550 Euro. Dem stimmte Doris letztlich zu - und der Händler freute sich sehr über das "tolle Modell".
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Als weiteres Objekt der Sendung datierte Wendela Horz eine historische Parure (Collier, Armband, Brosche, Ring und Ohrhänger) um 1890. Für den vergoldeten 800er-Silberschmuck mit Granaten und Flussperlen wünschte sich die Verkäuferin 750 Euro. Die Expertin schätzte 600 bis 800 Euro und Elisabeth Nüdling zahlte sogar 850 Euro.
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Colmar Schulte-Goltz datierte einen Deckelpokal aus 925er-Silber auf Anfang des 20. Jahrhunderts - obwohl er an den Rokoko-Stil des 18. Jahrhunderts in England erinnerte. Gewünscht wurden zwar 3.500 Euro, doch der Experte taxierte nur 1.500 bis 1.900 Euro, und Julian Schmitz-Avila zahlte schließlich 1.460 Euro.
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Horst Lichter wollte die Sonnebrille von Christian Dior gleich anprobieren. Laut Detlev Kümmel stammte das Modell vom deutschen Hersteller Optyl aus den 1980er-Jahren: "Das ist ein Klassiker." Gewünscht wurden 300 Euro, der Experte schätzte 250 und 350 Euro, und David Suppes zahlte 200 Euro für das Retro-Modell.
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Eine schwere Bronzegruppe (Gießerei Lauchhammer) fand Colmar Schulte-Goltz vor allem wegen der dynamischen Darstellung "wunderbar gemacht". Die Arbeit des deutschen Bildhauers Lenhard Zeiher stammte aus den 1920er-Jahren. Gewünscht wurden 800 Euro, Schulte-Goltz schätzte 1.500 bis 1.700 Euro, und Julian Schmitz-Avila zahlte 1.500 Euro.
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Ein Set aus Armband und Ring aus 750er-Gold erkannte Wendela Horz als klassischen Diamantschmuck (zwei Karat) aus den 1970er-Jahren. Der Wunschpreis lag bei 2.000 bis 3.000 Euro, die Expertin schätzte 2.050 bis 2.300 Euro, und im Händlerraum sicherte sich David Suppes den Zuschlag für 2.000 Euro.
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