Ein bisschen Sport, aber regelmäßig

Apple überarbeitet "Fitness+": Mehr Programme und Promis, weniger Druck, neue Anreize

08.01.2026 von SWYRL

Neues Jahr, neue gute Vorsätze: Apple nutzt den Jahreswechsel, um seinen kostenpflichtigen Sportdienst "Fitness+" auszubauen und alltagstauglicher zu gestalten. Anstelle zahlloser Einzelworkouts gibt es nun klar strukturierte und realistisch geführte Programme - und das ohne den Nutzer zu überfordern.

Apple passt seinen kostenpflichtigen Fitnessdienst "Fitness+" zum Jahresbeginn 2026 in mehreren Punkten an. Im Mittelpunkt stehen neue Trainingsprogramme, kürzere Einheiten und zusätzliche Motivationsfunktionen. Eine grundlegende Neuausrichtung bleibt jedoch aus.

Kern der Neuerungen sind mehrwöchige Programme, die Nutzerinnen und Nutzer schrittweise durch festgelegte Trainingspläne führen sollen. Diese Programme kombinieren verschiedene Trainingsarten wie Kraftübungen, Yoga und hochintensives Intervalltraining. Die einzelnen Einheiten sind mit einer Dauer von meist zehn bis 20 Minuten vergleichsweise kurz gehalten und sollen sich so leichter in den Alltag integrieren lassen.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter
Mit Anklicken des Anmeldebuttons willige ich ein, dass mir die teleschau GmbH den von mir ausgewählten Newsletter per E-Mail zusenden darf. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und kann den Newsletter jederzeit kostenlos abbestellen.

Personalisierung und feste Abläufe

Neu ist zudem die Möglichkeit, individuelle Trainingspläne innerhalb des Dienstes zu erstellen. Dabei lassen sich Trainingstage, bevorzugte Sportarten, Musikstile und Trainer auswählen. Auf dieser Basis generiert "Fitness+" persönliche Trainingsübersichten und Erinnerungen. Apple reagiert damit auf Kritik, der Dienst biete bislang vor allem lose Einzelvideos, aber wenig Orientierung für langfristige Routinen.

Neue Inhalte und prominente Begleitung

Das Angebot wird außerdem um neue thematische Trainingseinheiten erweitert, bei denen Musik einzelner Künstler wie Bad Bunny oder KAROL G im Mittelpunkt steht. Ergänzend erscheinen weitere "Time to Walk"-Folgen, bei denen bekannte Persönlichkeiten wie Penn Badgley, Mel B und Michelle Monaghan in Podcast-Manier bei Spaziergängen persönliche Geschichten erzählen. Solche Formate sollen das Angebot breiter aufstellen und auch unter kulturellen Aspekten neue Zielgruppen ansprechen.

Zur Steigerung der Aktivität setzt Apple weiterhin auf digitale Auszeichnungen. Neue zeitlich begrenzte Herausforderungen belohnen regelmäßige Bewegung mit virtuellen Abzeichen auf der Apple Watch - Stichwort: Gamification. Zusätzlich wurde die Zusammenarbeit mit dem konkurrierenden Fitnessnetzwerk Strava ausgebaut. Nutzerinnen und Nutzer beider Dienste können an gemeinsamen Aktionen teilnehmen und erhalten dafür eigene Medaillen.

Mehr Sprachen, breitere Verfügbarkeit

Parallel erweitert Apple die sprachliche Verfügbarkeit von "Fitness+". Trainings und Meditationsangebote werden zunehmend mit synchronisierten Tonspuren in mehreren Sprachen angeboten, darunter Deutsch, Spanisch und Japanisch. Die Auswahl der Audiospur lässt sich direkt während des Trainings ändern.

"Fitness+" bleibt ein Bestandteil von Apples Abo-Ökosystem und kostet in Deutschland weiterhin 9,99 Euro pro Monat oder 79,99 Euro pro Jahr. Wer neue Apple-Geräte erwirbt, kann den Dienst zeitlich befristet kostenlos nutzen. Mit den aktuellen Anpassungen baut Apple den Funktionsumfang aus, hält jedoch an der bisherigen Grundstruktur seines Fitnessangebots fest.

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL