27.08.2025 von SWYRL
Andrea Sawatzki spricht im Interview mit der Agentur teleschau über das Leben Ü-60 und die neue Leichtigkeit ihrer Generation. Außerdem verrät die Schauspielerin, wie sie mit den oft düsteren Schlagzeilen in diesen Tagen umgeht.
Anlässlich des neunten Teils der Komödie "Familie Bundschuh: Wir machen Camping" (Montag, 1. September, 20.15 Uhr, ZDF) spricht die Andrea Sawatzki im Interview mit der Agentur teleschau über das Leben mit 60 Jahren. Der Trend sei klar: Die Lust auf Neustarts im reifen Alter wächst stetig, so die charismatische Schauspielerin. Andrea Sawatzki betont: "60 ist ein tolles Alter." Sie lobt die heutige Ü50-/Ü60-Generation, die "oft mehr Selbstbewusstsein" habe und "weniger an traditionelle Muster" gebunden sei. Die 62-Jährige ist überzeugt: Frauen heute sind mutiger - doch "Mut zeigt sich nicht nur im großen Bruch, sondern auch im Abwägen von Risiken, im Nein-sagen-Können und im Setzen eigener Prioritäten".
Außerdem gebe es in ihrer Generation heute "mehr Leichtigkeit im Umgang mit dem Älterwerden", so die Schauspielerin. "Man hat nicht mehr vor so vielem Angst, hat mehr Selbstakzeptanz, mehr Netzwerke, mehr Möglichkeiten, mehr Unterstützung untereinander", erklärt die zweifache Mutter: "Es macht mich glücklich, mich unter diesen Frauen zu tummeln."
Abonniere unseren Newsletter und wir versprechen, deine Mailadresse nur dafür zu verwenden.
"Eine Entwicklung, die mich zutiefst alarmiert"
Doch nicht immer ist das Leben für die Schauspielerin so unbeschwert, wie sie im teleschau-Gespräch durchblicken lässt. Mit Blick auf die Schlagzeilen heutiger Tage macht sie "gerade eine düstere Zeit" aus. Oft sei sie "in Gedanken nur noch bei diesen Schreckensnachrichten", bekennt Sawatzki. Dagegen habe sie eine Strategie: "Ich kaufe mir eine Zeitung und lese sie gezielt." Doch die sinkende Gesprächsbereitschaft und die "Fehlinformationen, die Manipulationen aufgrund der sozialen Medien" machten ihr durchaus Sorgen. Sie warnt: "Gerade die junge Generation ist dieser Situation ausgeliefert, weil die Algorithmen dafür sorgen, dass sie nur auf sie selbst zugeschnittene Informationen ohne glaubhaft belegte Gegendarstellungen erhalten."