Manuel Neuer
Es gibt kaum einen Titel, den der Weltmeister, mehrfache deutscher Meister, Champions-League-Gewinner und fünfmalige Welttorhüter Manuel Neuer nicht gewonnen hat. Aus der Nationalmannschaft ist er bereits zurückgetreten, und auch bei Bayern München naht das Ende seiner Karriere. Am 27. März feiert er nun seinen 40. Geburtstag. Wir präsentieren aus diesem Anlass ein Ranking mit den zehn besten deutschen Torhütern aller Zeiten.
© 2022 Getty Images/Alexander HassensteinHans Tilkowski
Platz 10: Hans Tilkowski. Ein unspektakulärer, leiser Torhüter. Einer ohne Glamour, aber mit perfektem Stellungsspiel. Tilkowski stand beim legendären Wembley-Tor 1966 im Kasten und hatte einen großen Anteil am Finaleinzug der Mannschaft. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere 1970 arbeitete er als Trainer. Er starb am 5. Januar 2020.
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Platz 9: Rudi Kargus. Hätte es Sepp Maier und später Toni Schumacher nicht gegeben, wer weiß, welche Karriere ihm beschieden gewesen wäre. Aber auch so gilt Rudi Kargus bis heute als einer der besten Torhüter der Liga. Er wurde Deutscher Meister, Europapokalsieger und ist bis heute als "Elfmeterkiller" in aller Munde. 23 waren es in der Bundesliga, mehr schaffte niemand. Nach seiner Karriere machte sich Kargus einen Namen als Kunstmaler.
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Platz 8: Toni Turek. Dankenswerterweise erhielt er von der Bahn Sonderurlaub. Somit konnte Toni Turek (zweiter von links) 1954 an der WM teilnehmen. Das Finale gegen Ungarn war zu Beginn sicher nicht sein bestes Spiel, doch vor allem gegen Ende wuchs Turek, der zu dieser Zeit bei Fortuna Düsseldorf spielte, über sich hinaus. "Du bist ein Fußballgott", lobte Hörfunkreporter Herbert Zimmermann. Turek starb 1984.
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Platz 7: Andreas Köpke. 1996 triumphierte die deutsche Nationalmannschaft um Andreas Köpke bei der EM in England. Köpke, dessen Stärken auf der Linie lagen, der aber auch seinen Strafraum mit engagierten Läufen beherrschte, spielte zu dieser Zeit beim 1. FC Nürnberg. Seine weiteren Stationen waren Hertha BSC, Eintracht Frankfurt und Olympique Marseille. Was auch bedeutete: Köpke wurde nie nationaler Meister.
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Platz 6: Toni Schumacher. Zu seiner aktiven Zeit zählte Harald Anton "Toni" Schumacher zu den besten Torhütern der Welt. Als einer der Ersten seiner Zunft interpretierte er das Torwart-Spiel neu - auch als mitspielender Keeper. Er wurde Europameister 1980, mit dem 1. FC Köln und Fenerbahçe Istanbul gewann er die Meisterschaft. Zweimal wurde er Deutschlands Fußballer des Jahres.
© Allsport/Getty Images/Hulton ArchiveBodo Illgner
Platz 5: Bodo Illgner. Von 1987 bis 1994 stand Bodo Illgner in 54 Spielen zwischen den Pfosten der Nationalmannschaft. Der Höhepunkt: der WM-Titel 1990. Mit 23 Jahren war und ist er der jüngste Torhüter, der jemals Weltmeister wurde. 1996 wechselte er vom 1. FC Köln zu Real Madrid, wo 1999 schließlich eine Schulterverletzung das Ende seiner Karriere einleitete. Illgner galt als sachlicher, perfekter Torwart.
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Platz 4: Bert Trautmann. Trautmann bestritt zwischen 1949 und 1964 insgesamt 545 Partien für Manchester City. Er wurde 1956 als zweiter ausländischer Kicker in England zum "Fußballer des Jahres" gewählt. Ein Grund dafür: Er hatte das Torwartspiel neu interpretiert, weil er den damals üblichen Abschlag zunehmend durch präzisere Abwürfe ersetzte. In der Nationalmannschaft spielte er nie, nachdem zu seiner Zeit keine "Legionäre" aus dem Ausland eingeladen wurden. Er starb im Jahr 2013.
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Platz 3: Sepp Maier. Mitte der 70er-Jahre galt Sepp Maier neben Dino Zoff als bester Torhüter der Erde. Bis heute ist Maier einer der erfolgreichsten Fußballer aller Zeiten. Er holte alle nationalen und internationalen Titel. Nach seiner Karriere arbeitete er als Torwarttrainer bei den Bayern und der Nationalmannschaft, von der er im Unfrieden schied. Der heute 82-Jährige gehörte wegen seines Humors zu den beliebtesten Fußballern seiner Zeit.
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Platz 2: Oliver Kahn. Seine Zeit als Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG dauert keine zwei Jahre, die Erfolge in seiner aktiven Zeit bleiben: In der gewann er die Champions-League mit den Bayern, wurde achtmal Deutscher Meister und dreimal Welttorhüter des Jahres. Dabei war es neben seinem einzigartigen Talent immer auch der unbedingte Wille, der ihn auszeichnete.
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Platz 1: Manuel Neuer. Zwölfmal Deutscher Meister, zweimal Champions-League-Sieger, Weltmeister, Rekordnationaltorhüter. Doch es sind nicht nur die Titel, die Manuel Neuer zum besten Keeper der deutschen Fußballgeschichte machen. Vielmehr etablierte er eine neue Art des Torhüterspiels, das er offensiver interpretiert als all seine Vorgänger. Von allen derzeit aktiven Spielern hat er die meisten Bundesligapartien bestritten.
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