13.03.2026 von SWYRL
2021 gelang Judith Rakers mit ihrem Buch über Homefarming ein Bestseller. Doch bei allem Erfolg erhielt die Autorin auch jede Menge verärgerter Zuschriften. Den Grund für den Groll gab die ehemalige "Tagesschau"-Sprecherin nun im Podcast "Baborie & Rakers" preis.
Seit etwas mehr als zwei Jahren ist Judith Rakers bei der "Tagesschau" Geschichte. Ihren Job als Nachrichtensprecherin hängte sie auch deshalb an den Nagel, um sich verstärkt ihrem Hof auf Rügen zu widmen. Dort betreibt sie Homefarming. Die Erfahrungen, die sie dort seitdem gesammelt hat, gibt sie regelmäßig in Büchern weiter. Als sie 2021 ihren ersten Bestseller veröffentlichte, habe sie jedoch "viele Zuschriften bekommen von wütenden Menschen", verriet die 50-Jährige nun im Podcast "Baborie & Rakers".
Der Grund der Beschwerden sei schlichtweg gewesen, dass Rakers mit "Homefarming" einen englischen Begriff benutzt habe. Aufgebrachte Fans hätten ihr deshalb geschrieben, "ob man denn nicht ein deutsches Wort dafür finden kann". Sie sei gefragt worden, "warum ich nicht Gemüseanbau sagen kann". Rakers habe daraufhin entgegnet, sie halte ja auch Hühner. Beides in den Buchtitel zu pressen, wäre "ein ungeiler Titel für ein Buch vielleicht", witzelte sie im Gespräch mit Ariana Baborie.
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Judith Rakers berichtet über Treffen mit 20-Jährigen in Supermarkt: "Meine Güte!"
Ausgangspunkt der Diskussion war die Umbenennenung der ARD-Audiothek in ARD Sounds gewesen. "Dann wird klar, es ist für junge Leute, also es ist fresh, es ist tight, es ist young", witzelte Baborie. Hinsichtlich der Sprachgewohnheiten junger Leute berichtete Rakers von einer jüngsten Begegnung im Supermarkt. "Ich stand neulich an der Kasse, hinter zwei Mädels, die waren vielleicht so Anfang 20", setzte der TV-Star an. "Die haben sich unterhalten und ich hab mal mitgezählt: Also ich würde sagen, 80 Prozent waren englische Wörter."
Angesichts der Fülle an Anglizismen habe sich Rakers gedacht: "Meine Güte!" Doch sie verteufele diese Entwicklung nicht, betonte die studierte Germanistin: "Sprache hat sich schon immer verändert." Andernfalls wäre nach wie vor Althochdeutsch Gang und gäbe. "Und wer das lernen musste, weiß, es hat auch Vorteile, wenn Sprache sich verändert", scherzte Rakers.


