Die chinesische Mafia auf dem Vormarsch (1/3) - Di. 10.03. - ARTE: 20.15 Uhr

Vom weltweiten Aufstieg der Triaden

09.03.2026 von SWYRL/Hans Czerny

Die chinesischen Triaden, gerne auch die "gelbe Mafia" genannt, sind weltweit im Wachsen. Menschenschmuggel, Glücksspiel, Frauenhandel und jegliche Form von Korruption ist ihr Geschäft. Der ARTE-Dreiteiler blickt auf ihre Geschichte und auf die Gegenwart.

Einst waren sie Geheimbünde, sie gründeten sich im 17. Jahrhundert gegen die herrschenden Dynastien und gegen Feinde von außen. Ein Dreieck (Triade) aus Himmel, Erde und Mensch ist ihr Zeichen. Sie werden bis heute von strengen Regeln und Hierarchien beherrscht, die nach außen hin nicht sichtbar sind und selbst für Angehörige der tausend Geheimbünde verschwiegen werden. Doch sie regieren bis heute, nehmen Einfluss auf Geschäftsleute und die Politik bis in höchste Bereiche. Weil sie weltweit und keineswegs nur in China, Taiwan oder Hongkong agieren, nimmt die Angst vor ihnen zu. Im zweistündigen ARTE-Dreiteiler über die "chinesische Mafia" (ARTE F, 2021) von Antoine Vitkine kommen Triaden-Mitglieder aus Hongkong und Taiwan, Polizeiermittler sowie Historiker zu Wort, die über den Aufstieg des organisierten chinesischen Verbrechens berichten.

Nachdem sie unter Mao das chinesische Festland verlassen mussten, ließen sich die Triaden in Hongkong, Macau und Taiwan nieder und machten von dort aus florierende Geschäfte. Sie manipulierten die Immobilienmärkte, kauften Unternehmen auf und betrieben Warenschmuggel und Drogenhandel in großem Stil. Ihren Einfluss weiteten sie unter anderem auf Amerika und Europa aus.

Zwar existieren die "altehrwürdigen" Rituale mit Todesdrohungen immer noch, doch inzwischen setzen die Triaden, so wird es hier dargestellt, eher auf eine Korruption mit weißer Weste als auf Gewalt und rituellen Mord. Als Xi Jinping an die Macht kam und eine große Antikorruptionskampagne startete, wusste man sich mit ihm zu arrangieren. So unterstützen die Triaden in Hongkong die kommunistischen Machthaber dabei, freiheitliche Bewegungen auf Kurs zu bringen. In China selbst (Teil drei: "Im Dienst des roten Imperiums") betreiben sie alles das, womit die Regierung nicht in Verbindung gebracht werden will: die Entführung von Oppositionellen, die Verwaltung von Geheimgefängnissen - und selbst die Zerstörung von Dörfern, die einem Flughafen im Wege sind. Das alles mit einem traditionellen Schweigegebot "bis in den Tod" gegenüber Dritten.

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