Impfkampagne

"Unvorstellbar": So böse wird Uschi Glas im Netz angefeindet

12.04.2021 von SWYRL

Uschi Glas ist eine von vielen Promis, die sich derzeit für die Impf-Werbekampagne der Bundesregierung einsetzen. Dass sie deshalb zunehmend mit Hass-Mails zu kämpfen hatte, berichtet die Schauspielerin nun im Videocast "19 - die DUB Chefvisite".

Sie sei eine Mörderin und sorge dafür, dass Menschen Gift in den Arm gespritzt werde: Solche und ähnliche Beleidigungen muss die Schauspielerin Uschi Glas derzeit über sich ergehen lassen. Grund dafür ist ihre Teilnahme an der Werbekampagne "Deutschland krempelt die Ärmel hoch" des Bundesministeriums für Gesundheit. Im Videocast "19 - die DUB Chefvisite" des "DUB-Magazins" teilte die 77-Jährige nun ihre Erfahrungen.

Im Gespräch mit dem Verleger Jens de Buhr und Professor Jochen A. Werner, dem Chef des Essener Universitätsklinikums, sprach Glas zunächst über ihre Motivation für die Teilnahme an der Impf-Werbekampagne: Sie selbst habe noch miterlebt, wie Menschen in ihrem Umfeld an Polio erkrankt seien. Die Tatsache, dass diese und weitere Krankheiten erst durch die Möglichkeit einer Impfung verschwunden seien, "realisieren viele Menschen heute nicht mehr", so Glas.

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"Sehr beängstigend, wie viel Hass es in unserer Gesellschaft gibt"

Umso überzeugter war Glas von Anfang an von der Teilnahme an der Werbekampagne des Gesundheitsministeriums, auch wenn sie dafür nun "schwerst beleidigt" werde, wie sie erzählte: "Man muss einen starken Magen haben und tief durchatmen", so Glas. "Ich finde es sehr traurig und sehr beängstigend, wie viel Hass es in unserer Gesellschaft gibt." Doch sie werde nicht aufgeben und nun "umso mehr kämpfen". Derzeit, erklärt die Bayerin, lasse sie sich deshalb beraten, wie sie auf die Drohzuschriften reagieren solle.

Zum Jahresanfang hatte das Bundesministerium für Gesundheit die Kampagne "Deutschland krempelt die Ärmel hoch" mit Prominenten aus verschiedenen Disziplinen gestartet. Neben Glas sollen demnächst auch die Torwart-Legende Sepp Maier und der inzwischen selbst an Corona erkrankte Moderator Günther Jauch folgen. Ziel der Aktion ist es, die Impfbereitschaft in Deutschland zu erhöhen. In den knapp 15-sekündigen Clips zeigen sich die Prominente, wie sie sich die vermeintliche Impfdosis verabreichen lassen.

Auf Vorwürfe aus den sozialen Netzwerken, wonach die Szenen nur gestellt seien, hat das Ministerium im Fall Glas kürzlich reagiert: Gegenüber dem Wochenmagazin "stern" wurde bestätigt, dass der Clip "nicht den eigentlichen Impfvorgang" zeigt. Aus Produktionsgründen sei der Spot bereits einige Wochen vor der Veröffentlichung entstanden. Ende März habe sich Glas aber tatsächlich mit dem Impfstoff von Biontech impfen lassen.

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