Bares für Rares
Oma Gerlinde aus Pfungstadt und ihr Enkel Moritz aus Freiburg wollten eine Leuchtreklame loswerden. "Aber die gehört nicht dir, du bist nur hier zum Aufpassen auf ihn", fragte Lichter. "Ja, ich passe auf, dass er das Geld gut heimbringt", erwiderte die Großmutter schelmisch.
© ZDFBares für Rares
"Eine schöne Werbung mit Beleuchtung", fand Horst Lichter beim ersten Blick auf das Mitbringsel. Bei der Begrüßung schepperte es und er fragte sich: "Ui, was ist passiert?" Der Gehstock der Dame war umgefallen. "Junger Mann, heb mal auf", bat Lichter den Enkel.
© ZDFBares für Rares
Der Moderator nannte das Verkaufsobjekt ein "Schmuckstück". Experte Sven Deutschmanek war überzeugt: "Du kennst die Zeitschrift sicherlich auch." Die Fernsehzeitschrift "Funk Uhr" erschien erstmals 1952, referierte Sven Deutschmanek.
© ZDFBares für Rares
Veröffentlicht wird das Magazin bis heute wöchentlich. Eine "typische Werbung, die man in Kiosken hatte, in Zeitschriftenläden", so Deutschmanek. Ebenfalls typisch fand er das kalte Licht der verbauten Neonröhre.
© ZDFBares für Rares
"Diese Werbung sollte natürlich auffallen", erklärte der Experte. Was ihm allerdings auffiel: "Die Uhr läuft nicht." Die batteriebetriebene, analoge Quarzuhr benötige einen Austausch des Quarzwerks, was nur 5 bis 8 Euro kosten würde, so Deutschmanek.
© ZDFBares für Rares
"Bei solchen Leuchtreklamen kommt es wie bei Emaille-Schildern darauf an: Wie alt sind die?", wusste Sven Deutschmanek. Diese Art der Leuchtreklame gab es zwar schon seit den 20er, 30er Jahren, doch sei dieses Modell Ende der 80er oder Anfang der 90er Jahre gebaut worden.
© ZDFBares für Rares
"Hier geht es aber auch immer um das Motiv, das Motiv macht die Wertigkeit aus", wusste Sven Deutschmanek. Die schlechte Nachricht: "In diesem Fall haben wir nur das Fernseh-Magazin, das ist nichts, was die Leute abholt, dass die sagen: Das muss ich unbedingt haben."
© ZDFBares für Rares
"Ist schwierig", befand Horst Lichter. "Sehr schwierig", stimmte der Experte zu. "Willst du auch noch was zum Material wissen?", fragte Sven Deutschmanek den Moderator. Der scherzte: "Ich gehe ganz schwer davon aus: Das ist Muranoglas."
© ZDFBares für Rares
Sven Deutschmanek spielte mit: "Muranoglas, eckig mundgeblasen." Dann wurde er ernst: "Natürlich nicht." Lichter schob schelmisch nach: "Das ist Platin." Der Experte kicherte und löste auf: "Das ist Plexiglas."
© ZDFBares für Rares
Der Preiswunsch von Oma und Enkel: ab 100 Euro. Deutschmanek hielt 60 bis 100 für denkbar. "Immerhin", fand Gerlinde. "60 haben und nicht haben sind schon 120", scherzte Lichter. Gerlinde hatte nicht nur einen Wunschpreis, sondern auch einen Wunschhändler: "Waldi".
© ZDFBares für Rares
"Das ist einfach keine Funkuhr, das ist ein Fehler in der Matrix", machte David Suppes ein Wortspiel. Er befummelte die Zeigern der Uhr - nur um gleich danach zuzugeben: "Hier steht ein Warnhinweis, dass das, was ich gerade getan habe, genau nicht gemacht werden darf."
© ZDFBares für Rares
Jos van Katwijk lauschte an der Uhr und stellte fest: "Läuft nicht." Das war aber bereits vor Suppes' Fehlnutzung der Fall. Ausgerechnet Gerlindes Traumhändler war angetan von ihrem Verkaufsobjekt: "Engelchen, da hast du aber eine geile Uhr mitgebracht!"
© ZDFBares für Rares
"Hatten Sie vielleicht mal ein Kiosk?", wollte Julian Schmitz-Avila von Gerlinde wissen. Die verneinte. "Ich habe es auf einem Trödelmarkt erworben", erzählte Moritz. Das Quarzuhrwerk könne man leicht ersetzen, versprach er den Händlern.
© ZDFBares für Rares
"Letztendlich würde man das als Deko verwenden, da ist die Frage, ob es überhaupt notwendig ist, dass die Uhr funktioniert", dachte David Suppes laut. Lehnertz widersprach vehement: "Wieso? Das Ding in die Küche prügeln, hast du direkt eine Küchenuhr!"
© ZDFBares für Rares
"Ich starte mal mit 80 Euro", sagte Lehnertz. Er wandte sich an die Gäste: "Da kommt noch mehr. Da sitzt ja noch der Holländer." Tatsächlich duellierten sich Jos van Katwijk und Lehnertz leidenschaftlich um die Leuchtreklame. Bald standen 180 Euro im Raum.
© ZDFBares für Rares
"Der braucht nämlich eine neue Lampe zuhause, damit der nicht im Dunklen rumläuft", stichelte Lehnertz gegen den niederländischen Rivalen. "Die wird aber teuer für ihn." Endlich bot Lehnertz 290 Euro, rundete freiwillig auf 300 auf und erstand so die Reklame.
© ZDFBares für Rares
"Ich habe auf Sie getippt", verriet Gerlinde. "Der Holländer muss jetzt nach wie vor im Dunklen durch die Bude rennen", stichelte Lehnertz erneut. Gerlinde freute sich: "Ich kann es gar nicht glauben." Wunsch- und Schätzpreis wurden um das Dreifache übertroffen!
© ZDFBares für Rares
Die Brosche von Renate war aus Weißgold und mit rund 2,4 Karat Diamanten besetzt. Den Preiswunsch von bis zu 600 Euro verdoppelte Expertin Heide Rezepa-Zabel. "Alter Schwede, funkeln die!", staunte Walter Lehnertz. Lisa Nüdling kaufte den Schmuck für 900 Euro.
© ZDFBares für Rares
Das märchenhafte Motiv des Ziertellers von Villeroy & Boch: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Für den Keramik-Wandteller aus dem Jahr 1894 wünschte sich Michelle 500 Euro. Bianca Berding bremste auf maximal 350 Euro. David Suppes bezahlte 200.
© ZDFBares für Rares
Eine Bronzefigur mit Eisen stellte ein Rehkitz dar. Der Künstler Albert Kranz kreierte sein Werk in den 1920er oder 30er Jahren. Das Ehepaar Gabriele und Uwe erhoffte sich 100 Euro. Dr. Berding fand bis zu 300 realistisch. Jos van Katwijk bezahlte 150.
© ZDFBares für Rares
Ein prunkvoller Kreuz-Anhänger aus 750er Gold mit Reliquienkammer stammte aus dem Jahr 1894. "Oh, das ist aber wirklich hübsch!", fand Horst Lichter. Sabine erhoffte sich 1.400 Euro. Heide Rezepa-Zabel war einverstanden. David Suppes kaufte den Schmuck für 1.000 Euro.
© ZDF