ZDFroyal: Die Queen und ich - Di. 21.04. - ZDF: 20.15 Uhr

Im Andenken an die "Jahrhundert-Königin"

09.04.2026 von SWYRL/Elisa Eberle

Am 21. April 2026 wäre Queen Elizabeth II. 100 Jahre alt geworden. In der Dokumentation von Julia Melchior zu diesem Anlass erinnern sich enge Vertraute in vielen Anekdoten an das ehemalige britische Staatsoberhaupt zurück.

Dreieinhalb Jahre nach ihrem Tod ist Queen Elizabeth II. für viele noch immer unvergessen: Was hätte sie nur gesagt zu den neuen Skandalen rund um ihren angeblichen Lieblingssohn Andrew? Diese Frage stellten sich nicht nur monarchietreue Britinnen und Briten in den vergangenen Wochen. Die neue Dokumentation "Die Queen und ich" beantwortet die Frage nicht. Stattdessen ist der Film der ZDF-Adelsexpertin Julia Melchior ein liebevolles Porträt der "Jahrhundert-Königin", die am 21. April 100 Jahre alt geworden wäre. Knapp zwei Wochen nach der Erstausstrahlung bei ARTE ist der Film nun im ZDF zu sehen.

In dem rund 45-minütigen Beitrag erinnern sich die wenigen Menschen, die ihr beruflich nahe kamen, an die dienstälteste britische Monarchin zurück: Enge Vertraute wie ihre Privatsekretärin Samantha Cohen, ihr letzter Hofschneider Stewart Parvin und ihr Biograf Hugo Vickers zeichnen mit ihren Anekdoten das Porträt einer bescheidenen Person: "Die Queen schätzte Zuneigung, aber so wie ich sie kannte, ließ sie sich davon nicht beeinflussen", berichtet Vickers: "Sie war sich stets bewusst: Es ist die Königin, die sie feiern, nicht unbedingt mich. Sie war kein Ich-Mensch."

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Die Queen trank Tee mit Paddington Bär

Auch erinnert der Film an ihr diplomatisches Geschick, als sie 2011 als erster britischer Monarch nach 100 Jahren der Republik Irland einen Staatsbesuch abstattete, beim dazugehörigen Staatsbankett die irische Präsidentin auf Irisch ansprach und so die Sympathie ganz Irlands für sich gewann.

Unvergessen sind auch ihre selbstironischen Auftritte in einem Kurzfilm mit James-Bond-Darsteller Daniel Craig zur Eröffnung der Olympischen Sommerspiele 2012 in London oder in einem Sketch mit Paddington Bär anlässlich ihres Platin-Jubiläums 2022.

Der Erzbischof zum Tod der Queen: "Ich dachte, ich komme vielleicht drum herum"

"Es gibt unzählige Filme und Publikationen über die Queen", erklärt Filmemacherin Julia Melchior den Ansatz ihrer Dokumentation: "Ich wollte die Queen diesmal anders denken - aus der Sicht der Menschen, die ständig mit ihr zu tun hatten, und sie von ihrer persönlichen Seite erlebten." Es sei schwierig gewesen, der britischen Königsfamilie näherzukommen: "Aber es ist gelungen, Menschen aus dem engsten Umfeld der Queen zu treffen, die sonst nicht vor die Kamera treten, an Orten zu drehen, zu denen nicht jeder Zugang hat, und Geschichten zu erzählen, die eben neu sind. Und nicht nur die Schlüssellochperspektive ist aufschlussreich, sondern vor allem auch die Menschen kennenzulernen, denen die Queen vertraute."

Queen Elizabeth II. starb am 8. September 2022 im Alter von 96 Jahren auf Balmoral Castle. Ihre Beisetzung fand elf Tage später in Windsor statt: "Ich dachte, ich komme vielleicht drum herum", erinnert sich der damalige Erzbischof von Canterbury Justin Welby: "Denn ich wollte die Queen nicht beerdigen. Ich habe nie eine andere Königin gekannt. Die Welt hatte sich ein Stück auf der Achse verschoben. Sie war immer da gewesen und plötzlich nicht mehr."

Auf ZDF.de ist der Film bereits ab Freitag, 10. April, abrufbar.

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