"Tatort"-Star

"Erschreckend, weil es so intensiv war": Harald Krassnitzer spricht über die Demenz seiner Mutter

07.05.2026 von SWYRL/Gianluca Reucher

Harald Krassnitzer hat bei "DAS! Rote Sofa" über seinen neuen Film "Der verlorene Mann" gesprochen. Der "Tatort"-Star schilderte diesbezüglich auch seine eigenen Erfahrungen mit der Erkrankung, um die es in dem Werk maßgeblich geht: Demenz.

Nach 27 Jahren ist für Harald Krassnitzer im österreichischen "Tatort" Schluss. Seit 1999 verkörpert der 65-Jährige für den ORF die Rolle des Kriminalbeamten Moritz Eisner, der Ende 2026 seinen letzten Fall bestreiten wird. An neuen Projekten mangelt es dem Schauspieler allerdings nicht. Am Donnerstag, 7. Mai, ist in den deutschen Kinos der neue Film "Der verlorene Mann" gestartet. Darin spielt Krassnitzer einen demenzkranken Ex-Mann, der die Scheidung von seiner Frau vergessen hat.

Bei "DAS! Rote Sofa" hat Harald Krassnitzer jetzt über seine Rolle gesprochen, die selbst gar nicht wisse, dass sie dement ist. "Das ist so eines der Phänomene", meint der Darsteller über die Erkrankung seiner Figur Kurt, die 30 Jahre nach der Scheidung plötzlich wieder bei seiner Ex-Frau einzieht. "Dann fängt das an in eine Art fortgeschrittenes Stadium zu kommen, wo man sagt: Das ist eine Wirklichkeit und ihr seid falsch. Ihr seid in meinem Haus und nicht ich in eurem", erzählt Krassnitzer weiter.

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"War dann einfach schön": Harald Krassnitzer über Demenz-Erkrankung seiner verstorbenen Mutter

Es handele sich um einen Umstand, der Verunsicherung und Ängste schaffe. "Das ist dann für die Betroffenen meistens eine ganz schwierige Situation", weiß der "Tatort"-Star, der gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen während der Dreharbeiten entdeckt habe, "dass wir anfangen müssen, darüber zu reden. Was sind unsere Ängste? Wo beginnt das?". Damit beziehe sich Krassnitzer allerdings nicht nur auf Demenz, sondern auf jegliche Sorgen im Alter, die gerne mal verschwiegen werden würden.

Die Erkrankung, um die es in "Der verlorene Mann" maßgeblich geht, hat für Krassnitzer aber auch einen sehr persönlichen Bezug. Erst im Februar dieses Jahres ist seine Mutter, die an Demenz litt, im Alter von 95 Jahren verstorben. Wenn sie sich getroffen haben, dann sei er für sie "zuerst der Mann, der Bruder, der Nachbar und irgendwann die zwei Hunde und zu guter Letzt doch der Sohn" gewesen, schildert Krassnitzer bei "DAS! Rote Sofa".

Er stellt allerdings klar: "Das hatte aber so viel Humor und so viel Liebe und Warmherzigkeit, dass wir immer daraus Spiele gemacht haben und das war dann einfach schön." Trotz der Erkrankung habe er immer eine gute Zeit mit ihr gehabt. Selbst als seine Mutter nicht mehr gesprochen habe, seien die gemeinsamen Momente besonders gewesen. Krassnitzer sagt: "Das war manchmal wirklich erschreckend, weil es so intensiv war, wie wir das wahrscheinlich in den Gesprächen oft gar nicht geschafft haben."

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