Soziales Kochprojekt "Rosins Heldenküche"

Die Show, die Frank Rosin zum Weinen brachte

06.01.2022 von SWYRL

Im neuen Kabel Eins-Format "Rosins Heldenküche - Letzte Chance Traumjob" sieht man Zweisterne-Koch Frank Rosin am Ende der ersten Folge in Tränen aufgelöst. Im Interview erklärte der sonsthart gesottene TV-Macher, warum ihn eine Gruppe junger Langzeitarbeitsloser den Boden unter den Füßen wegzog.

Seit 2009 hilft Frank Rosin im Kabel Eins-Format "Rosins Restaurants" angeschlagenen Gastronomen. Wer diese Sendung oder ihren RTL-Vorläufer "Rach, der Restauranttester" kennt, weiß, dass es nicht nur auf bessere Rezepte und Unterstützung bei der Buchhaltung hinausläuft, sondern oft tiefgreifende persönliche Probleme der Restaurant-Betreiber behandelt werden. Insofern ist Frank Rosin schon länger als TV-Sozialarbeiter unterwegs. In seinem neuen Format "Rosins Heldenküche - Letzte Chance Traumjob" (Donnerstag, 6. Januar, 20.15 Uhr, Kabel Eins) versucht der Zweisterne-Koch nun, zehn ziemlich hoffnungslose Langzeitarbeitslose in ein normales Leben zurückzuführen. Frank Rosin gibt zu, dass es das Schwerste war, das er je gemacht hat.

"Es sind Biografien, die einem nahegehen", sagt der 55-Jährige im Interview mit der Agentur teleschau. "Klar ist es erfüllend, wenn man hier und da Erfolge erzielt. Aber es ist auch wahnsinnig anstrengend. Ich glaube, wir alle waren nach der Produktion tiefenerschöpft." Die Schwierigkeit im Umgang mit den "Kandidaten" bestand nach seiner Aussage darin, dass viele in der Gruppe schon an einfachsten Dingen des Lebens wie Pünktlichkeit oder dem generellen Erscheinen scheiterten. "Auch ich musste viel lernen. Am Ende der ersten Folge werden Sie mich heulen sehen, da brach es einfach aus mir raus. Ich wunderte mich selbst über mich, aber es zeigt einfach, wie schwer die Situation manchmal war."

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.

"Dominosteine", die ein Leben ins Wanken bringen

Am meisten bewegten Frank Rosin die Biografien der zehn Lagzeitarbeitslosen. "Viele haben in ihrer Kindheit und Jugend eine gewisse Verwahrlosung erlebt. Eine Verwahrlosung in Sachen Liebe, Zuneigung und Vertrauen", sagt Rosin im teleschau-Gespräch. Eine andere Belastung, welche die neue Show für ihren Anleiter mit sich brachte, sei die Erkenntnis gewesen, wie leicht "sichere" Biografien von ihrem Weg abkommen können.

"Ich musste vor allem mich selbst begreifen", analysiert Frank Rosin die eigene Betroffenheit. "Zum Beispiel, indem ich mir eingestanden habe, dass sich zwischen Erfolg und Scheitern immer nur ein schmaler Grat befindet. Keiner von uns ist 'safe'. Wenn Herr Müller, 30 Jahre verheiratet und mit einem Top-Job ausgestattet, morgen seine Frau verliert, kann keiner sagen, wie sein Leben weitergehen wird. Manchmal ist es nur ein Dominostein, der im Leben ins Wanken gerät, und dann bricht eine ganze Kaskade zusammen."

Empfohlener redaktioneller Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL