37°: Schlaflos - Wenn die Nacht zum Feind wird - Di. 13.01. - ZDF: 22.15 Uhr

Die Angst vor dem Wecker

10.01.2026 von SWYRL/Hans Czerny

Etwa 30 Prozent der Deutschen, so hat man herausgefunden, leiden an Schlafstörungen. Die Reportage aus der Sendereihe "37°" begleitet drei davon bei ihren Bemühungen, dem Elend zu entkommen.

"Gibt es einen Ausweg aus der Schlaflosigkeit?" - Die "37°"-Reportage: "Schlaflos - Wenn die Nacht zum Feind wird" von Daniela Hoyer versucht Antworten zu geben. Sie begleitet drei, die von dem Übel betroffen sind, in der Nacht - und am Tag. Denn es ist ein Teufelskreis, in dem sie auch am frühen Morgen noch immer nicht in Orpheus Armen gelandet sind und die Stunden bis zum Läuten des Weckers zählen. Am Tag sind sie ermüdet, sie leben in einem grauen Nebel, vor den Augen bildet sich ein Schleier, wenn sie nicht gleich Migräne überkommt. Am Ende, es sei gesagt, ist das Problem trotz vielfacher Anstrengungen noch immer nicht gelöst, aber es kommt die Hoffnung auf, "dass es Schritt für Schritt besser wird".

Dass Schlafstörungen zu allerlei Erkrankungen führen können, hat die Forschung längst erkannt. Sie führt zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, in Depressionen, auch zu Krebs. Bei Susanne (38) war der Brustkrebs, der bei ihr vor acht Jahren diagnostiziert wurde, gar der Auslöser. Überhaupt scheint es schwer zu sein, um es flapsig zu sagen: Was war zuerst da - die Henne oder das Ei? Die Forschung weiß viel über erbliche Ursächlichkeiten, über Depressionen und andere Krankheiten als Auslöser.

Susanne, Sachbearbeiterin bei einer Krankenkasse, Mutter einer Tochter, sieht die Ursache ihrer Schlaflosigkeit vor allem im beruflichen Stress. Sie meidet Tabletten und will sich nun einen Schlafcoach nehmen. Waldemar (36) ist ein sportlicher Mensch, der gerne ins Fitnessstudio geht. Doch in der Nacht kreisen die Gedanken des Selbstständigen in seinem Kopf. Er findet nur wenige Stunden Schlaf. Er hat das zu lange auf die leichte Schulter genommen, so findet er. Nun begibt er sich ins Schlaflabor, die Kamera ist dabei, wenn der Arzt eventuelle Atemstörungen herausfinden will. Die schließlich empfohlene Gesichtsmaske oder Gebissschiene ist seine Sache nicht. Er hatte gehofft, dass man "mit 'ner Kleinigkeit alles verändern kann".

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"Wie bei so 'nem Jetlag"

Den Humor hat er nicht verloren, ebenso wie die beiden Frauen in der Reportage-Runde. Katharina (28) ist gewissermaßen die Heldin des Beitrags. Sie ist Intensivpflegerin im Krankenhaus, sie arbeitet im Schichtdienst, mal die Nacht hindurch, mal tagsüber viele Stunden lang. Ihr Kopf fühle sich "wie bei so 'nem Jetlag" an, sagt sie. Aber sie liebt ihre Arbeit nach wie vor - so sehr, dass sie sich nachts Gedanken über die verantwortungsvolle Arbeit macht. Mit Kolleginnen lernt sie in einer Meditationsstunde zum Einschlafen richtig aus- und einzuatmen (Merke: "Einatmen: Ich atme ein. Ausatmen: Ich lass' es sein!").

Insgesamt wird das offensichtlich anwachsende Problem der Schlaflosigkeit hier nur umkreist. Es gibt viel Kommentar und im Gegensatz zu manch anderer "37°"-Ausgabe lernt man die Betroffenen nicht wirklich kennen. Man wünscht den Protagonisten gute Besserung, und man glaubt das Problem mehr oder weniger ja auch aus eigener Erfahrung zu kennen. Letztlich ist man aber auch froh, nicht mit allzu vielen medizinischen Fachbegriffen behelligt zu werden.

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