"EA Sports FC"

Aus für die "FIFA"-Reihe: Weltverband und EA gehen getrennte Wege

11.05.2022 von SWYRL/Michael Eichhammer

Die Fifa und EA gehen in Zukunft getrennte Wege. Die Folge ist der Abpfiff für die "FIFA"-Reihe. Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Fußball-Simulationen von EA mehr geben wird. Diese erscheinen nur unter neuem Namen: "EA Sports FC".

Abpfiff für die "FIFA"-Reihe! "FIFA 23" wird der letzte Teil der beliebten Fußballsimulation von EA sein. Sorgen müssen sich Fans deshalb nicht machen: Was sich ändert, ist vor allem der Titel zukünftiger Spiele aus dem Fußball-Segment von EA Sports. "EA Sports FC" heißen die Kicker-Games ab 2023. Das ist die Folge davon, dass sich der Publisher und der Weltfußballverband FIFA nicht über die Vertragskonditionen zu den zukünftigen Lizenzrechten einigen konnten.

Dass die Fifa und EA nach dem Ende der Vertragslaufzeit getrennte Wege gehen könnten, wurde bereits im Herbst 2021 deutlich. Damals sprach der Publisher öffentlich über Probleme bei den Verhandlungen. Die Fifa hat offenbar zu hoch gepokert hinsichtlich der Lizenzkosten. EA geht daher selbstbewusst eigene Wege. Der letzte Titel unter dem "FIFA"-Brand wird "FIFA 23" sein, welches 2022 im gewohnten Turnus erscheint. "Im Juli 2023 beginnt eine neue Ära", heißt es in einem Blog-Post auf der deutschsprachigen EA-Webseite. Darin geht es um erste Infos zu "EA Sports FC".

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Was bringt die Zukunft für die Community?

Gamer müssen sich keine Sorgen machen, dass sie es in Zukunft mit fiktiven Spielernamen und Vereinen zu tun bekommen, wie es teilweise bei "Pro Evolution Soccer" der Fall war. EA betont nicht ohne Stolz in dem Blog-Beitrag, dass die Trennung der ehemaligen Vertragspartner keine Auswirkungen auf die Lizenzen, Ligen und Athleten habe, welche man über viele Jahre aufgebaut hat. Über 300 Lizenzpartner, 19.000 Spieler in 700 Teams, 100 Stadien und rund 30 internationale Ligen sind weiterhin bei "EA Sports FC" an Bord. Darunter sind die wichtigsten Wettbewerbe UEFA Champions League und Europa League sowie die großen Ligen von Premier League, La Liga, Serie A oder MLS bis zur Ersten und Zweiten Bundesliga.

Wie es zur Namensänderung kam, erklären sich Insider mit konkreten Zahlen: EA habe im alten Vertrag zirka 150 Millionen US-Dollar für die Lizenzen bezahlt. Für die Weiternutzung wollte die Fifa angeblich rund 250 Millionen Dollar pro Jahr. EA betont die Vorteile der zukünftigen Unabhängigkeit vom Weltfußballverband: Nun sei es leichter, neue Partner zu integrieren - insbesondere solche, die nicht an die FIFA gebunden sind. In einem Leak von einem internen EA-Meeting wird EAs CEO Andrew Wilson zitiert. Er nennt als Beispiel für die neugewonnene Freiheit die Sportmarke Nike: Diese können nun berücksichtigt werden, während die Fifa eine Partnerschaft mit Adidas hat und keine Nebenbuhler zuließ.

Für Spieler ist das relativ unwichtig. Spannender aber die Aussagen von Wilson, dass das Ende der FIFA-Kooperation auch auf mögliche Spiel-Modi positive Auswirkungen habe. Der Weltverband soll bis dato andere Spielmodi als "11 gegen 11" verhindert haben. In Zukunft dürften die Spielmodi also kreativer werden.

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FIFA will eigenes Spiel herausbringen

Die FIFA reagierte auf die gescheiterten Verhandlungen und verkündete trotzig, man sei mit großen Namen aus der Spielebranche in Verhandlungen, um ein eigenes "FIFA"-Spiel zu kreieren. "Ich kann Ihnen versichern, dass nur das authentische, realistische Spiel, das den FIFA-Namen trägt, die beste Wahl für Spieler und Fußballfans sein wird", formulierte der Präsident Gianni Infantino. Wer die Aussagen von EA auf dem Schirm hat, erinnert sich dagegen an ein ebenso trotziges Statement von CEO Wilson. Sinngemäß meinte er, dass man das Geld sinnvoller investieren könne, als für vier Buchstaben auf dem Cover.

Was Spieler vom letzten Teil der alten Serie, also "FIFA 23", erwarten dürfen, will EA im Sommer dieses Jahres verraten. Der Publisher verspricht "mehr Spielmodi, Features, Teams, Ligen, Spieler und Wettbewerbe als jede frühere Ausgabe" und natürlich "das beste 'FIFA' aller Zeiten". Letzteres allerdings war selbstredend ein alljährliches Versprechen. Details zu "EA Sports FC" will EA erst im Sommer 2023 verraten.

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